Autor Thema: VBG erklärt Zuständigkeit für mich (als Blogger) - bin verwirrt.  (Gelesen 2762 mal)

Offline bloggerdude

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Hallo erstmal,

ich habe im Dezember für meinen Blog ein Gewerbe (Nebenerwerb) angemeldet.   Die gewerbliche Tätigkeit umfasst dabei ausschließlich das Vermarkten von Advertorials im Blog.   Bislang habe ich 100Eur eingenommen und habe nicht vor, mit diesem Blog das große Geld zu machen.   Mir geht es ausschließlich darum, hin und wieder mal einen Artikel zu verkaufen und schätze, dass sich die Gesamteinnahmen 2015 bei vllt.   300-400 Eur einpendeln werden. 

Also alles nicht der Rede wert und weit unter dem Radar von Krankenversicherung, Steuerabgaben etc. 

Jedoch erhielt ich letzte Woche ein Schreiben von der VBG (gesetzliche Unfallversicherung), die mir ihre Zuständigkeit für "meinen Betrieb" erklärte. 

Konkrete Summen werden nicht gefordert und es ist auch nur die Rede von freiwilliger Unfallversicherung.   Dennoch muss ich gestehen, hat mich dieses Schreiben eiskalt erwischt und weiß nun nicht, wie ich damit umzugehen habe.   Zu allem Überfluss hat man mir bereits eine Kundennummer zugewiesen. 

Eigentlich informierte ich mich vorm Gang zum Gewerbeamt ziemlich umfassend, aber die Unfallversicherung habe ich wohl völlig übersehen.  . 

Muss ich mich für meine Tätigkeit (sprich: alle paar Monate 3 Stunden in die Veröffentlichung eines Advertorials investieren) nun tatsächlich versichern lassen oder komme ich noch irgendwie aus der Bredouille heraus, ohne das Kosten auf mich zukommen?

Bevor ich persönlichen Kontakt zur VBG aufnehme, wollte ich mich erstmal hier kundig machen. 

Bin für jeden Ratschlag dankbar!

Offline Kalkulator

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Konkrete Summen werden nicht gefordert und es ist auch nur die Rede von freiwilliger Unfallversicherung.
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Wie du selber schreibst, kannst du eine freiwillige Versicherung abschließen. Auch die VBG muss schauen wie sie an neue "Kunden" kommt ;)
Aber hier mal ein Auszug aus den Leistungen:
Zitat
Mit dem Abschluss einer freiwilligen Versicherung profitieren Sie im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit von unserem umfangreichen Leistungsangebot
Wenn ich mir deinen Beitrag durchlese, bezweifele ich, dass du in extenzielle Not gerätst, wenn die Einnahmen aus deinem Blog wegbrechen.

Ob Berufskrankheiten bei einem Blogger entstehen können, darüber lässt sich streiten. Fakt ist aber das bei PC-Arbeitsplätzen nahezu keine der auftretenden Berufskrankheiten durch eine VBG als solche anerkannt werden.

Auch das Risiko eines Arbeitsunfalles lässt sich als Blogger der 3 Stunden im Monat bloggt, anderst und vermutlich günstiger lösen, dann auch nicht nur auf die berufliche Tätigkeit als Blogger beschränkt.

Ich würde sagen, in deinem Fall brauchst du da keinen Gedanken dran verschwenden.

Interessant könnte dies für Vollzeit-Selbstständige werden, ggf. wenn diese aus anderen (z.B. gesundheitlichen) Gründen nur schwer bei einem privaten Versicherungsunternehmen versicherbar sind.

 


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