Autor Thema: Verkauf von gewerblich genutzten Gebrauchtwaren: Rückgaberecht, Garantie etc?  (Gelesen 838 mal)

Offline SMO

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Liebe Selbständige im Netz,

ich habe mal eine Frage an euch, vielleicht kann der ein oder andere mir da weiterhelfen. 

Hin und wieder will man ja mal die ein oder andere geschäftlich genutzte Sache wieder loswerden.   Sei es ein alter PC, Monitor oder sonstiger Elektronik-Kram.   Bei mir kommt zusätzlich noch dazu, dass ich auf einigen Webseiten Produkte teste, die ich mir teils extra für den Test kaufe.   Mittlerweile hat sich da doch einiges angesammelt was ungenutzt in der Schublade liegt und von dem ich einiges gern wieder loswerden würde. 

Nun das Problem:
als gewerblicher Verkäufer muss man ja sowohl Rückgaberecht als auch 1 Jahr Garantie (für gebrauchte Waren) anbieten.   Da ich selbst keinen Onlinehandel betreibe und damit wenig Erfahrung habe, frage ich mich gerade, ob ich mir mit einem Verkauf nicht mehr Aufwand und Scherereien einhandeln würde, als sich für den Verkaufspreis lohnt?

Wie geht ihr damit um? Wie löst ihr dieses Problem?
« Letzte Änderung: 08.05.2016, 05:21:04 von SMO »

Offline Kalkulator

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Hallo SMO,

recht hast du, das du als gewerblicher Verkäufer die Gewährleistung für gebrauchte Waren auf 12 Monate beschränken kannst. Alternativ käme ein Verkauf als Defekt oder Ersatzteilspender in Frage, dann könntest du die Gewährleistung ausschließen.

Wenn du dein Gewerbe schon eine Zeitlang betreibst, musst du dir erst einmal die Frage stellen, hast du die Dinge als Selbstständiger oder als Verbraucher gekauft. Sprich, hast du dir für die Teile die USt vom FA  erstatten lassen oder hast du den Einkauf der Teile entsprechend mit einer Abschreibung in deiner letzten Einnahmen-Überschuss-Rechnung berücksichtigt?

Wenn du die gehorteten Teile alle ordentlich gegenüber dem FA als Ausgabe deklariert hast, müsstest du diese auch gewerblich verkaufen oder deinem Unternehmen entnehmen, gegen Einbuchung eines Betrages. Die vereinnahmte USt ist dann auch an das FA abzuführen.

Solltest du die Dinge steuerlich nicht deiner Unternehmung zugeordnet haben (durch Ausgabe geltend machen), dann würde ich vermuten, dass du die Dinge aus deinem Privatbesitz verkaufst, ohne Gewährleistung.

Gruß


PS: Dieser Beitrag stellt keine rechtliche Beratung dar und stellt lediglich meine laienhaften Vermutungen dar. Im Zweifel sollte sich fachlicher Rat bei einen Steuerberater (bzgl. steuerlicher Behandlung) oder Rechtsanwalt (bzgl. Gewährleistung) eingeholt werden.

 


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