Autor Thema: Privat und gewerblich genutzter Internet & Festnetzanschluß in der EÜR  (Gelesen 643 mal)

Offline Bto

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Guten Morgen,

ich monetarisiere meine Blogs durch diverse Partnerprogramme und möchte mich jetzt um die EÜR kümmern. Dafür nehme ich die Kleinunternehmerreglung in Anspruch, da letzten Endes maximal ein sehr geringer vierstelliger Betrag am Ende herauskommen dürfte.

Natürlich habe ich mir jetzt nicht extra für mein Kleingewerbe einen weiteren Festnetz- und Internetanschluss legen lassen, sondern nutze eine Flatrate dafür.

Preislich liegt die bei 40€.

Ich bin mir da jetzt absolut nicht im Kleren darüber wieviel Prozent der Kosten ich für mein Gewerbe geltend machen kann.

Danke für eure Antworten die natürlich eure privaten Ansichten darstellen und keine steuerlichen oder rechtlichen Beratungen darstellen.


Offline Kalkulator

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Hallo,

grundsätzlich ist es ratsam in steuerlichen Fragen einen fachlich versierten Berater aufzusuchen, um verbindliche Aussagen zu erhalten (hier z.B. Steuerberater).

Grundsätzlich kannst du alles was mindestens zu 10% unternehmerisch genutzt wird steuerlich ansetzen. Musst dann den privat genutzten Teil wieder herausrechnen. Die genaue Nachprüfung und Nachrechnung ist schwierig. Das weißt du und der FA-Beamte ebenso. Es geht bei solchen Leistungen nur mit Schätzungen und diese sind oftmals eben doch sehr ungenau. Daher liegt es bei dir dich auf 10, 20, 40 oder 60 % der Summe zu einigen.

Ich möchte dir aber gerne schreiben, wie ich es gelöst habe, nach dem das FA mit meiner Ansetzung nicht zufrieden war. Realistisch nutzt du ja nicht nur den Telefonanschluss, sondern auch noch etwas Strom, für Router und PC, etwas Wärme für dich, einen Stuhl für deinen Hintern und einen (Scheib-)Tisch für deine Tastatur und deinen Monitor. Falls das alles nicht in einem eigenem kleinem (Arbeits-)Zimmer passiert, welches du gewinnmindernd ansetzt, hast du dennoch die Kosten für z. B. diese kleine Ecke im Wohn- oder Esszimmer oder der Küche.
Ich habe darauf hin nicht mehr einen Anteil an dem Telefonanschluss abgesetzt, sondern habe das ganze "Pauschale für Büronutzung" genannt. Darin sind all die o.g. Dinge enthalten. Etwas Wohnzimmer, etwas Wärme und Strom, etwas Bürostuhl und -tisch, etwas PC und Drucker, einschl. Papier und Tinte. Das sind alles Peanuts, aber in der Summe sind es ein paar Euro und mit ist es gleich, ob ich vom Telefonanschluss nun 20 oder 40 % angesetzt habe.
Und wenn der Umsatz (Sprich die Einnahmen) steigt, dann steigt diese Pauschale ebenfalls, denn mehr Einnahmen geht nur mit mehr Arbeitseinsatz.

Mein Nachteil dabei war, dass ich auf die zu erstattende USt verzichtet habe. Dieser Umstand kann dir mit der Wahl zur KUR (Kleinunternehmerregelung) aber ziemlich egal sein.

Gruß, Kalkulator

PS: Meine Schilderungen stellen keine Handlungsempfehlungen oder steuerlichen Beratungen dar. Sie zeigen lediglich auf wie ich diese Problematik angegangen bin und für mich und meine Problemstellung eine Lösung gefunden habe.

 


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