Wie geht ihr mit sowas um? Schreibt ihr die Rechnung halt mit dem vereinbarten Preis und nehmt es als "Lesson learned" fürs nächste Mal oder rechnet ihr einen gewissen Prozentsatz ab.
Genau so. Der Kunde hat von vornherein mit dem Preis gerechnet, den ich ihm mitgeteilt habe und mir vielleicht genau deshalb auch den Auftrag erteilt. Da kann ich nicht hinterher kommen mit "Ups, ich hab mich um 50% verschätzt.". Das ist dann mein persönliches Pech.
Ich hab auch arge Schwierigkeiten, Aufwand richtig einzuschätzen. Meist unterschätze ich stark. Ich stoppe mir mittlerweile mit einer selbstgebauten Projektverwaltung (da gibt's aber auch freie Tools) für jeden Scheiß, auch für Kleinkram und eigene Projekte, die Zeiten und ordne das dem Projekt und bestimmten Unterpunkten zu. Mittlerweile kann ich aufgrund dieser Werte Aufwände schon besser kalkulieren. Und gerade die Kleinigkeiten (Mailverkehr, die Überschrift ist noch nicht hübsch genug, der Kasten links muss ein bisschen anders ausgerichtet werden), die da noch kommen summieren sich oft zu ner großen Menge, die man mit einkalkulieren muss.
Wäre überhaupt mal an eurem Workflow (Aquise, Angebot, Bestätigung, Umsetzung) interessiert. Macht ihr eher Festpreise oder rechnet nach Aufwand ab? Wie steckt ihr Grenzen bei letzterem ab?
Aquise mach ich bisher kaum. Beschränkt sich auf eine noch sehr verbesserungswürdige Webseite und das Erwähnen in Foren, in denen ich eh freizeitmäßig bin sowie auf FB und Twitter ab und zu mal einen Artikel posten. Ich mach das aber auch nebenher und bisher hatte ich immer irgendwie was zu tun für Kunden. In für mich derzeit ausreichender Menge.
Bei Anfragen unterscheide ich zwischen "größeres Gesamtprojekt" (z.B. ganze Webseite), wo ich vornehmlich Pauschalpreise mache und "kleinere Verbesserungen/Arbeiten", wo ich per Stunde abrechne entweder nach Abschluss dieser konkreten Arbeiten bei einmaligen Angelegenheiten, oder bei wiederkehrenden je nach Summe monatlich, vierteljährlich, jährlich.