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Nachrichten - Kalkulator

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Hallo Sarah_H,

ich würde dir für ein so spezielles Anliegen / eine solch spezielle Versicherung gar kein Internet-Vergleichsportal  empfehlen.

Suche dir lieber einen guten Versicherungsmakler (Nicht zu verwechseln mit dem Versicherungsvertreter). Einen der mit keiner Versicherung verheiratet ist und unabhängig agieren kann.
Wenn er gut arbeitet, wird er dir zwei oder drei verschiedene empfehlen oder "vorstellen" und wird dir seine Entscheidung für eine bestimmte Versicherung begründen. Für Nachfragen deiner seits sollte er sich Zeit nehmen.

Der Vorteil ggü. dem Onlinevergleich liegt darin, dass du nicht das "Risiko" trägst die "falsche" Versicherung abgeschlossen zu haben, weil du irgendeinen wichtigen abzusichernden Punkt übersehen hast. Dem Makler sagst du was du brauchst und er sollte die richtige Versicherung raussuchen. Ein guter Makler sollte auch eine guter Beraterhaftpflicht haben. Diese darf ruhig bis über 1 Mio Euro abdecken bei Beratungsfehlern.

Vielleicht wird er dir nicht immer die Günstigste heraussuchen, was wiederum mit seinen Erfahrungen bei der Schadensregulierung einhergeht. Aber auch dieses sollte er dir gerne offenlegen und begründen können.

Transparenz ist das A und O bei der Beratung.

Gesellschaften wie DVAG oder OVB haben zwar auch teilweise gute kompetente Mitarbeiter und beraten gut, leider werden diese Gesellschaften aber von großen Versicherungsgesellschaften dominiert und gelenkt, weshalb eine wirkliche Unabhängigkeit beim Abschluss nicht immer gegeben ist.

Aber mit einer kurzen Suche im Netz solltest du auch in deiner Region einen guter Makler finden. Ggf. fragt man bei Freunden und Bekannten nach, wo diese gute Erfahrungen gemacht haben.

Wichtig ist noch, wenn du bei den Beratungen bis hin zum Abschluss ein schlechtes ungutes Gefühl hast, dann brich es ab und suche dir einen anderen.

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Hallo Franzikaner,

willkommen im Forum und Gratulation zu deinem Schritt.

Mein erster Tipp für angehende Existenzgründer ist ein IHK-Gründerseminar. Klingt platt, aber ist sein Geld meistens wert. Zumal dort deine Fragen bereits ziemlich rechtssicher beantwortet wurden wären. Im Gegensatz bekommst du hier nur gefährliches Halbwissen von Leuten (wie mir), welche gerne versuchen dir zu helfen, aber keine Gewähr für ihre Aussagen übernehmen werden.

Zu deiner ersten Frage: Abschreibung notwendiger Anschaffungen. Wenn du von teuren Dingen sprichst, denke ich an Dinge über netto 1.000 Euro das Stück. Solche Dinge werden eh über die Nutzungsdauer abgeschrieben und nicht im Jahr des Kaufes. Daher ist es fast gleich, ob du diese Dinge dieses oder nächstes Jahr kaufst. Für diese würdest du eh nur noch 2/12 oder 3/12 der jährlichen Abschreibung ansetzen.
Meinst du etwas weniger teure Dinge aber immer noch über netto 410 Euro. Dann werden diese auch nicht im Jahr der Anschaffung abgeschrieben, sondern entweder nach Abschreibungstabelle/Nutzungsdauer oder mittels Poolmethode über 5 Jahre.
Für Dinge unter netto 410 Euro gibt es noch andere Möglichkeiten der Abschreibung. Da du dich in 14 Tagen selbstständig machst, gehe ich davon aus, dass du dich bereits mit dem Thema Abschreibung beschäftigt hast, ggf. aber auch in der Lage bist Google zu benutzen.

Frage 2: Ja, "vorweggenommene Betriebsausgaben" gibts und kannst du für alle Anschaffungen und Aufwendungen welche mit einer Gründung vorab entstehen ansetzen, ich glaube bis 3 Jahre vorab.
Die VSt gibt es laut dieser offiziellen Seite http://www.existenzgruender.de/SharedDocs/BMWi-Expertenforum/Steuern/Umsatz-Vorsteuer/Wareneinkauf-vor-Geschaeftseroeffnung-Umsatzsteuer-geltend-machen.html nur zurück, wenn du das Gewerbe vorher schon angemeldet hast. Das sollte aber 14 Tage vor dem offiziellen Start der Vollzeitselbstständigkeit auch schon erledigt sein, damit du dann voll durchstarten kannst und alle Unterlagen, Genehmigungen und vorallem deine USt-ID hast, um fleißig Rechnungen zu schreiben.
Selbst wenn du erst am 30. Oktober dein Gewerbe anmeldest musst du schon für Oktober eine UST-Voranmeldung machen. Dort kommt alles aus dem Oktober rein. Achtung, am 31. Oktober brauchst du nicht mehr losrennen, denn das ist dieses Jahr ein bundesweit einheitlicher Feiertag, dann wäre es etwas zu spät.

Gruß,
Kalkulator

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Hi,

da ich selber auch nicht so fit drin bin und mein Wissen aus viel Angelesenem und Halbwissen besteht, möchte ich dir keine falschen Tipps geben. Für mich klingt dein Vorhaben gewagt. Der Gang zum Steuerberater war vermutlich schon mal nicht falsch.

Hier habe ich ein interessantes Merkblatt von der IHK Berlin gefunden https://www.ihk-berlin.de/blob/bihk24/Service-und-Beratung/recht_und_steuern/downloads/2253254/cb1d5c0e6683deb1e200d58ff4ddb7f0/Merkblatt_Scheinselbststaendigkeit_Arbeitnehmeraehnliche_Selbststaendige-data.pdf
Seite 4 könnte für dich von Interesse sein.

Vielleicht wäre auch die IHK bei dir vor Ort ein guter Ansprechpartner für dein Vorhaben. Letztlich wirst du dort auch Mitglied werden im Falle einer Selbstständigkeit im nicht handwerklichen Bereich.

Gruß

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Was haltet ihr von dem Ansatz? Worauf muss man noch achten, was wurde hier übersehen? Seht ihr andere/weitere Vor- und Nachteile?

Hallo,

langer Text, hab ihn dennoch bis zum Ende gelesen  ;)

Bevor ich über irgendetwas anderes schreibe, gehe ich auf deinen letzten Absatz ein. Vielleicht unhöflich und normalerweise nicht meine Art, aber m. E. die wichtigste Frage, ohne die du gar nicht weiter nachdenken musst.

Hast du die Möglichkeit mindestens einen weiteren Kunden zu akquirieren und diesen zu mindestens 10 % deiner Zeit / Umsatz zu bedienen.
Solltest du eine auf Dauer nur auf einen Kunden fixierte Selbstständigkeit aufbauen, riskierst du eine Einstufung als Scheinselbstständiger. Da hilft auch deine "keine Weisung" nicht, denn das Argument wäre, denn wenn dieser eine Kunde dich nicht mehr beschäftigt oder bezahlt ... Kannst du die unterstellte "Abhängigkeit" erkennen? Um diesem aus dem Weg zu gehen, würdest du o. g. zweiten Klienten benötigen.

Gruß, Kalkulator

PS: Alle Angaben ohne rechtliche Gewähr. Diese Aussage stellt keine steuerrechtliche Beratung dar und Basiert lediglich auf Laienwissen und Hörensagen etc.

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Der Sachverhalt hat dann doch noch meine Neugier angesprochen und ich habe soeben gegoogelt "sind Auslagen Umsatz". Dabei kommen interessante Beiträge, welche du, wenn du dir gerüber schon länger Gedanken gemacht hast, vermutlich alle schon gelesen oder zumindest gesehen hast.

Da das Thema aber auch sehr vorsichtig und überlegt angegangen werden sollte, empfehle ich dann doch ganz klar den Gang zum Fachmann. Der Steuerberater kann dir vermutlich rechtssicher Auskunft über den Sachverhalt geben. Sollte der Tag kommen, an dem du die Umsatzgrenze 17.500 Euro zu reißen versuchst und dabei Auslagen ein Thema sein, wären die Kosten für einen Steuerberater sicherlich gut angelegt.

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Hallo,

also erst einmal ein Willkommen im Forum.

Dann, kurz zur Erklärung, als Umsatz zählt das, was du an Einnahmen hast. In deinem Beispiel 500 Euro.

Wenn du hier wirklich ohne Zuschläge arbeitest, wäre es in der Tat besser, wenn die Kunden sich das Material selber kaufen. Ein anderer Weg fällt mir nicht ein.

Abgesehen davon, sehe ich es als äußert skeptisch als Gewerbetreibender Waren zu verkaufen ohne dazu einen Aufschlag zu nehmen. Letztlich musst du die gesetzliche Gewährleistung dafür übernehmen. Und als Gewerbetreibender steht dir gegenüber dem Händler keine solche Gewährleistung zu wie dem Verbraucher dir gegenüber. Aber das nur als Randnotiz.

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Steuern, Buchhaltung & Recht / Re: Gewinn Berechnung
« am: 12.09.2017, 20:02:57 »
Hallo Namensloser,

auf den ersten Blick würde ich sagen du hast einen Fehler in deiner Berechnung, denn zwischen Brutto-EK und Brutto-VK liegen nur 43,xx Euro, somit kann dein Gewinn niemals über 60 Euro liegen.

Wollen wir mal rechnen:

Brutto-VK 429,97
Netto-VK ergibt dann 361,32, sprich 68,65 bekommt das FA von dir an USt. Wie kamst du auf über 80 Euro???? Ich seh schon 19 % auf den Brutto-VK gerechnet. Du musst aber 19% vom Netto-VK rechnen

Netto-VK - Netto-EK = 36,91

Davon noch deine Kosten abgezogen

- eBay: 5,00€
- PayPal: 8,17€
- Versand + Verpackung: 4,95€
= 18,79

Dein Gewinn ohne Abzug deiner sonstige Nebenkosten würde somit 18,79 betragen.

Bei der Gewinnrechnung arbeitetes du am besten immer ohne MwSt., da diese Posten durchlaufend sind und beeinflussen deinen Gewinn maximal bei Käufen und Verkäufen über Jahreswechsel.

Denn die VSt welche dir das FA erstattet, hast du vorher an den Verkäufer gezahlt und die USt welche das FA von dir haben möchte, diese hast du vorher von dem Käufer erhalten. Ist somit für dich ein Nullsummenspiel.

Ich empfehle dir eine Gründerseminar, gibt es schon für 10 Euro bei den örtlichen IHK´s und du erhälts dort die Basics vermittelt. Die 10 Euro kannst auch als Betriebsausgabe absetzen.

Gruß, Kalkulator

PS: Die Berechnungen sind ohne Gewähr. Dieser Beitrag stellt weder eine steuerliche Beratung noch eine Handlungsempfehlung dar.

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Die rechtliche Grundlage die dich interessiert sollte im § 87 HGB zu finden sein.

Kurz gegooglt, habe ich sofort mehrere Tipps und Empfehlungen für Handelsvertreter zum Thema gefunden.

Eines hier z.B.: http://www.vertriebsrecht.de/handelsvertreterrecht/rechtstipps/provisionen-welche-gibt-es-wann-ist-die-provision-faellig/

Hier gibt es auch noch von einer IHK einen guten Ratgeber zum Thema Handelsvertreter: http://heilbronn.ihk.de/ximages/1467471_handelsver.pdf

Eigentlich klärt man solche Themen bevor die Produkte einer Firma vertrieben werden.

Wäre ich Maschinenbauer solch teurer Maschinen, würde ich alles versuchen, die Auszahlung der Provision auf den Zeitpunkt zu schieben, wenn der Abnehmer den letzten Cent des Anlagenpreises bezahlt hat.

Aber wie du in den Verlinkungen lesen kannst, ist die Provision erst im Monat der Lieferung der Maschine fällig, auch wenn der Anspruch ggf. schon vorher besteht. Es sei den es ist etwas anderes vereinbart. Da sind wir wieder bei der vorherigen Absprache.

9
...
Strom zahlen wir beide jedoch läuft die Rechnung über meine Freundin.

...
Und kann ich die "Vorsteuer" von der Rechnung des Stromanbieters vom Finanzamt zurück bekommen auch wenn die Rechnung über die Freundin läuft? Oder muss ich, sobald ich das Büro eingerichtet habe, den Strom auf meine Firma ummelden?
Hallo Benjamin,

so recht kann ich dir bei deinem Problem nicht helfen. Was ich dir aber sagen kann, VSt ziehen geht nur für Rechnungen, welche auch auf den Unternehmer lauten. Also dürfte das bei der von dir geschilderten Situation nicht funktionieren. Auch halte ich persönlich die Wahrscheinlichkeit, dass das FA die Rechnung anerkennt (selbst auf deinen Namen) für sehr unwahrscheinlich, da der Stromanschluss in erster Linie der privaten Lebensführung dient. Uns soooo viel Strom wird durch einen modernen Rechner ja nun auch nicht verbrannt.

Hast du dir schon mal Gedanken über die Kleinunternehmerregelung gemacht. Kommt ja eventuell für dich gerade am Anfang in Frage, da du wohl kaum Ausgaben haben dürftest.  Dann setzt du für Miete und Strom, aber auch für Festnetznutzung, Drucker und PC etc. entsprechend realistische Pauschalen an, welche deinen Gewinn senken. Alles aber bitte realistisch.

Gruß,
Kalkulator

PS: Ich empfehle bei steuerlichen Fragen grundsätzlich einen Streuerberater zu Rate zu ziehen. Antworten in einem Forum wie diesen sollten niemals einen fachlichen Rat ersetzen.

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Steuern, Buchhaltung & Recht / Re: Vorsteueranmeldung
« am: 15.05.2017, 20:46:19 »
Hi Osman,

jetzt noch mal ganz langsam für uns alle. Du schriebst erst:
Zitat
Umsatzsteuer und Vorsteuer
- bei Vereinbarten Entgelten (Soll-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Leistungsausführung,
spätestens jedoch mit dem Rechnungsdatum!

- bei Vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Zahlung/Überweisung!
Das ist falsch, da sich lediglich die Umsatzsteuer nach §13 UStG "Entstehung der Steuer" in vereinbarte und vereinnahmte Entgelte gliedert. Nicht aber die Vorsteuer.

Dann kopierst du uns die § 15 UStG - Vorsteuerabzug hinein. Mache ich auch mal und trenne die beiden Aussagen in diesem Absatz:
Zitat
Absatz 1, Satz 2: Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine ausgestellte Rechnung nach §§ 14, 14a besitzt.
Leistung ist ausgeführt, Rechnung geht ein. VSt wird gezogen. Punkt
Zitat
Soweit der gesondert ausgewiesene Steuerbetrag auf eine Zahlung vor Ausführung dieser Umsätze entfällt, ist er bereits abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet worden ist.
Lediglich bei Vorkasse ist sie erst nach Zugang und nach Zahlung ansetzbar.

Jetzt noch mal zum von dir bemängelten Zitat
Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer. korrekt nach §13 UStG Abs. 1 Satz 1 Buchstaben a+b
Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht. korrekt nach §15 UStG Abs. 1 Satz 1 erster Satz
Sorry kann mir bitte jemand aufzeigen wo der Fehler in Herdux Aussage ist??? Ich sehe es nicht. Maximal wäre vorzuwerfen, dass er nicht auf den Fall der Vorkasse eingegangen ist. War aber nicht Teil der Fragestellung.

Diese kleine Diskussion sollte dem Laien und startenden Selbstständigen zeigen, wie wichtig es sein kann, eine Fachkraft in Form eines Steuerberaters mit fachkundigen Steuerfachangestellten hinzuzuziehen.

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Existenzgründung / Re: Geschäftskonto oder 2. Privatkonto?
« am: 11.05.2017, 21:28:31 »

Da ich Hauptberuflich beim Steuerberater arbeite, ...

Ach herrje, und dann solch verkehrte Beiträge im Bereich "Steuern, Buchhaltung und Recht" schreiben. Ich bin entsetzt  :o :-[ :-[ :-\ :'( :'( :-X :P :-[ :-[ >:( >:( :(

Wenigstens ist diese hier getroffene Antwort in Punkto Konto sehr treffend geschrieben. Immerhin etwas

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Steuern, Buchhaltung & Recht / Re: Vorsteueranmeldung
« am: 11.05.2017, 21:24:06 »
Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.
Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht.

Diese Info ist schlichtweg FALSCH!  :o

Umsatzsteuer und Vorsteuer
- bei Vereinbarten Entgelten (Soll-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Leistungsausführung,
spätestens jedoch mit dem Rechnungsdatum!

- bei Vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Zahlung/Überweisung!


In den häufigsten Fällen handelt es sich um den IST-Versteuerer (-> Jahresabschluss EÜR), sobald man das Gewerbe gründet. Ansonsten hat man die Option freiwillig sich für die SOLL-Versteuerung zu entscheiden (-> Bilanzieren) oder man wartet bis man gewisse Grenzen übersteigt und vom Finanzamt dazu aufgefordert wird.  ;)

Jetzt wird es Wirr, aber die von Osman getätigte Aussage das Herdux seine Aussage falsch sei ist wiederum sowas von falsch und inhaltlich sinnlos. Sorry!

Herdux seine Aussage ist korrekt.
Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.
Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht.
Hier geht es nur um die Betrachtung der USt.

Osman würfelt ganz offensichtlich irgendetwas aus dem EkSt-Bereich in den USt-Bereich. Ganz gefährlich, wenn jemand nicht in der Lage ist in seinen Gedanken die beiden Bereiche strickt von einander zu trennen!!! Ich empfehle klar, bitte keine Beiträge zu Themen schreiben die nicht verstanden wurden und die Hinzuziehung eines Steuerberaters bei der Erstellung der eigenen UST- und EKSt-Erklärungen!!

Gruß, Kalkulator

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Unter den von dir genannten Annahmen würde ich das so bestätigen.

Wo ich von Osman seiner Auskunft abrücke, wäre die Umsatzsteuererklärung welche auch als Kleinunternehmer abgegeben werden muss. Es muss Punkt B Angaben zur Besteuerung der Kleinunternehmer (§19 Abs. 1 UStG) ausgefüllt werden.

Bei unter 8000 Euro Umsatz im Jahr hast du Glück, denn wärst du darüber sehe es schlecht für die Kleinunternehmerregelung in diesem Jahr aus. Da im Eröffnungjahr die 17.500 nur anteilig der Monate gerechnet wird in denen das Gewerbe an gemeldet war. Beim 1.6. wären es dann 10.208 Euro für dein erstes Jahr.

Auch bei der Gewerbesteuererklärung bin ich mir da nicht ganz sicher. Das du keine Gewerbesteuer zahlen musst, wird bei der Höhe der Einnahmen wohl unstrittig sein. Aber ob du diese Erklärung nicht doch abgeben musst, da bin ich mir jetzt gar nicht so sicher.

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Willkommen!

Da wo ich es kann werde ich versuchen dir zu antworten, ohne Gewähr
...
Laut Klausel im Arbeitsvertrag brauch ich dazu eine Genehmigung meines Arbeitgebers. Soweit ich das verstanden habe, ist das eigentlich nur Formsache, sofern man seinen AG keine Konkurrenz macht oder es die eigentliche Arbeit beeinflusst. Ich gehe zwar stark davon aus, dass mein AG nix dagegen hat, was aber wenn er ohne entsprechende Gründe doch was dagegen hat?
Im extremsten Fall müsstest du dein Recht einklagen, aber das wäre für mich kein Weg, wenn ich meinen Job auf Dauer behalten möchte. Hilft dann also nur das Gespräch zu suchen.

Zitat
Genereller Vorgang danach wäre die Gewerbeanmeldung (32€ bei uns), anschließend schickt einem das Finanzamt und die IHK Post mit weiteren Fragebögen. Ist wäre dann soweit ich das gelesen hab erst einmal die Kleinunternehmer Reglung etwas für mich, da ich nicht davon ausgehe anfangs auch nur in die Nähe der 17.500€ zu kommen. Krankenkasse bleibt soweit ich gelesen hab normal über mein Angestelltenverhältnis, wenn ich nur ein paar Stunden was nebenbei mach.
sehe ich auch so! Die Kleinunternehmerregelung (KUR) ist immer dann interessant, wenn keine großen Investitionskosten notwendig sind. Denn VSt für gezahlte USt kann mit dieser Option auch nicht zurückgeholt werden.

Zitat
Frage wäre hier natürlich auch sowas wie der erwartete Umsatz. Woher soll ich den denn wissen? Ich kann bei Google auf Seite 40 landen und kein Euro verdienen oder glück haben, dass mein Content gut ankommt und ich ein paar Hunderter im Monat mach. Was gibt man dort an? Und wofür werden die Zahlen herangezogen? Bezieht sich meine Zahlung ans Finanzamt nicht auf die Steuererklärung inkl. EÜR?
Das FA möchte deinen erwarteten Umsatz wenn dann für die Genehmigung der Kleinunternehmerreglung haben. Ich glaube aber eher die möchten deinen erwarteten Gewinn haben. Das macht (für das FA) Sinn, um dir ggf. gleich eine EkSt-Vorauszahlung aufs Auge zu drücken, damit du bei hohen Gewinnen nicht durch extrem hohe EkSt-Nachzahlungen überrascht wirst. Die meisten Neugründer gehen hier mit ihrer Schätzung erst einmal niedrig ran, wenn Sie ihren Gewinn zu Beginn nicht abschätzen können. Meistens entstehen ja auch Anfangsinvestitionen, welche den Gewinn im ersten Jahr (extrem) schmälern können. Falls du dann doch überraschender Weise guten Gewinn einfährst, solltest du gleich den ein oder anderen Euro für die EkSt-Nachzahlung bei Seite legen (je nach persönlichen Steuersatz).

Zitat
Am Ende des Jahres bzw. Anfang des nächsten Jahres müsste ich dann die ESt 1A abgeben (Mantelbogen Einkommenssteuer) mit den Anlagen N für Arbeitnehmer und Anlagen G für Selbstständige inkl. der EÜR. Zu zahlen hab ich dann die Differenz aus bereits bezahlter Steuer meines Angestellten Verhältnisses und den berechneten Steuerbetrag aus Brutto Gehalt + Gewinn aus der Selbstständigkeit. Frage wäre da geht das auch über dieses elektronische Elster oder läuft damit irgendwas nicht, so dass ich auf Post und co. angewiesen bin?
M.E. richtig verstanden. Steuererklärungstechn. ist alles per Elster möglich, bzw. in Sachen USt. bist du sogar dazu verpflichtet.
Bitte beachte: Trotz KUR bist du zur Abgabe der jährlichen USt-Erklärung verpflichtet, wenn auch nur mit einen Kreuz und der Angabe deines Jahresumsatzes. Das vergessen aber leider viele / einige Gründer mit Wahl zur KUR.

Zitat
Frage darüber hinaus wäre noch, wie es aussieht mit Einkünften die nicht aus Deutschland stammen. Angenommen ich erstelle irgendwas, sei es ein Videokurs oder eine Grafik oder was auch immer und biete es auf einer entsprechenden ausländischen Plattform an wie Udemy, Themeforest oder ähnliches oder eben ein EBook, dass auch Leute aus anderen Ländern kaufen, wie läuft das damit wegen der Umsatzsteuer usw.? Macht das für mich irgendeinen Unterschied oder führe ich das ganz normal so auf wie alles andere aus Deutschland, da ich mir um Umsatzsteuer als Kleinunternehmer eh keine Gedanken machen muss?
Das können dir andere besser erklären, da bin ich nicht so fit drin  :o

Zitat
Wie sieht es aus, wenn ich irgendwann mit Glück über die 17.500€ komme, man kann ja erst zum nächsten Jahr dann wechseln. Wie läuft das dann im ersten Jahr wo man unerwartet über die 17.500€ schießt?
Die Grenze lautet 17.500 Euro Umsatz im Vorjahr und voraussichtlichem Umsatz im laufenden Jahr. Wenn du im laufenden Jahr über 17.500 kommst ist egal, du wechselst dann einfach zum 01.01. zur USt. Du selber bist aber verpflichtet diese Grenze im Auge zu behalten (ordnungsgemäße Buchführung, und du weist immer bei wie viel Umsatz du bist). Solltest du die 50.000 Euro in einen Jahr plötzlich überschreiten, ist dies auch nicht extrem schlimm, wenn dies entgegen deiner Erwartungen passiert, denn deshalb heißt es voraussichtlicher Umsatz im laufenden Jahr, das kann nun mal nur eine Schätzung sein. Eine Schätzung ist von Natur aus immer ungenau.
Zitat
Und wie sieht es dann aus mit Einkünften aus den Ausland?
Grundsätzlich zählen auch Umsätze aus dem Ausland als Umsätze. Wie genau, das müssen dir andere erklären.

Zitat
Hoffe ihr könnt mir meine paar Fragen beantworten bzw. bestätigen dass ich die Sachen so richtig verstanden hab oder mir sagen wo ich noch nen Denkfehler habe. Irgendwie schrecklich, dass das Schwierigste am Weg in die Selbstständigkeit die Bürokratie ist.
Ich hoffe ich konnte dir ein Stück weit weiter helfen. Ich denke du bist gut vorbereitet. Und keine Angst vor der Bürokratie, alles halb so schlimm!!!

Gruß, Kalkulator

PS: Dies stellt keine steuerrechtliche Beratung dar. Diese kann in einem öffentlichen Forum dieser Art auch nicht erwartet werden.

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Eine GbR muss nicht zwangsläufig gegründet werden, denn diese entsteht automatisch, wenn zwei Selbstständige zusammen eine Unternehmung starten. Viele wissen gar nicht das sie eine GbR haben. So liegt beispielsweise bei einem Ehepaar, welche gemeinsam eine Wohnung vermietet auch eine GbR vor, auch wenn die beiden so eine nie bewusst gegründet haben.

Wenn du mehrere Projekte mit verschiedenen Personen in Angriff nimmst, dann gründest du auch eine ganze Reihe GbR´s. Eine Vertragsform für eine GbR ist nicht vorgeschrieben, sprich ihr müsst keinen Gesellschaftervertrag schreiben. Der Vorteil liegt aber auf der Hand, wenn ihr euch irgendwann mal nicht einig seit, sind jene Punkte geklärt, welche ihr schriftlich fixiert habt.

Theoretisch müsst ihr für jede einzelne eine Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde und einen Anmeldebogen beim FA ausfüllen.

zu Fall 1: Ihr hättet dann drei Unternehmen, deine, seine und die gemeinsame.

zu deiner Idee:
Zitat
Idee.
Zwei Einzelunternehmer arbeiten an einem Projekt. Der Gewinn wird 50/50 aufgeteilt und
beide sind selbst für die Versteuerung verantwortlich. Ist so etwas realisierbar und erlaubt? Wenn ja, was müsste man dabei beachten?
Genau das ist eine GbR, auch ohne Vertrag. Punkte die dabei zu beachten sind:
- Eine GbR ist ein eigenes Steuersubjekt und somit auch für sich selbst Umsatzsteuerpflichtig
- dito Gewerbesteuerpflicht
Die EkSt ist aber jedem sein eigenes Ding.

Fall 2: Mit Scheinselbstständigkeit dürfte das nun ganz und gar nichts zu tun haben. Scheinselbstständigkeit läge vor wenn er sich selbstständig macht und in deiner Unternehmung arbeitet, dir dafür Rechnungen schreibt, keine weiteren Kunden neben dir hätte, du die Weisungsbefugnis bzgl. seiner Arbeit hätte und er nicht frei in seiner Arbeit wäre. Das liegt so hier in dem von dir Geschriebenen nicht vor.

Mir ist nicht klar, was du mit aufteilen des Gewinns meinst. Für alles muss es schließlich Belege geben "Keine Buchung ohne Beleg!!!" Wenn eine Rechnung oder Quittung geschrieben wird, wer wäre denn der Leistungserbringer?

Gruß,
Kalkulator

PS: Dies stellt keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Diese darf in einem öffentlichen Forum dieser Art auch nicht erwartet werden.

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