Autor Thema: Fragen zur Ust. bei einer GbR  (Gelesen 629 mal)

Offline siscos

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 1
  • Karma: 0
    • Profil anzeigen
Fragen zur Ust. bei einer GbR
« am: 30.01.2017, 08:39:31 »
Hallo liebes Forum,

folgender Sachverhalt:
Meine Freundin und ich haben vor kurzem eine GbR angemeldet. Da wir so gut wie keine Umsätze damit erzielen werden in den nächsten 2 Jahren, zahlen wir auch keine Steuern.

Wäre es möglich trotz quasi keiner Einkünfte, die 19% bei dienstlichen Käufen (zBsp Benzin) zu sparen?
Es ist doch so:
Wenn ich beispielsweise  100 Euro Ust abführen müsste, könnte ich diese 100 Euro ja um 19% der gekauften dienstlichen Artikel drücken. Was jedoch wenn ich 1. keine Rechnungen stelle 2. gar keine Ust bezahle?

Soweit ich weis kann man freiwilig die Ust als Kleingewerbe/GbR mit geringem Umsatz voranmelden, in unserem Falle würden wir jedoch nichts ans FA abführen, sondern müssten theoretisch ja immer Geld wieder bekommen ?!
-> Umsatz zu gering für Ust -> 19% Einkäufe zurück = Minus für das Finanzamt :D?

Kann mal jemand Licht ins Dunkle bringen :D?

2. Frage
Wir führen eine EÜR, machen am Ende eine Steuererklräung für die GbR (EÜR Abgeben?) und geben die reinen Gewinne also nicht die Umsätze geteilt durch 2 auf unseren privaten Steuererklärungen ab?



Vielen Dank!
« Letzte Änderung: 30.01.2017, 08:51:35 von siscos »

Offline gpswandern.de

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 371
  • Karma: 10
    • gpswandern
    • Profil anzeigen
    • Wandern mit GPS
Re: Fragen zur Ust. bei einer GbR
« Antwort #1 am: 31.01.2017, 17:57:58 »
Das kommt ganz darauf an, was Ihr gegenüber dem Finanzamt im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angegeben habt. Habt Ihr die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen, dann seid Ihr zum Vorsteuerabzug nicht berechtigt. Im anderen Falle könnt Ihr sehr wohl Euere gezahlte Vorsteuer von der vereinnahmten Mehrwertsteuer abziehen. Dabei kann sich durchaus für Euch auch ein Umsatzsteuergewinn ergeben. Wenn Ihr keine Kleinunternehmer seid, dann würdet Ihr aber monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

Und zu 2.: Ja, Einnahmen minus Ausgaben und den Überschuss teilt Ihr im Verhältnis Eurer GbR-Anteile

Das ist aber alles nur meine persönliche Meinung und keine steuerliche Beratung. an besten holt Ihr Euch fachkundige Hilfe bei einem Steuerberater.

Offline Herdux

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 6
  • Karma: 0
    • https://plus.google.com/115874630421357949516
    • twitter.com/steuerberater_q
    • Profil anzeigen
    • Rüdiger Quermann - Steuerberater- Herdecke
Re: Fragen zur Ust. bei einer GbR
« Antwort #2 am: 31.01.2017, 20:47:22 »
Hallo,

fangen wir mal mit 2. an, das ist einfacher.
Bei einer GbR erfolgt die Einkommensermittlung auf Ebene der Gesellschaft. Für die GbR! sind eine Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung (umgangssprachlich F-Erklärung), eine Gewinnermittlung, eine Gewerbesteuererklärung und ggf. eine Umsatzsteuererklärung (s. u.) abzugeben.
In der F-Erklärung wird der Gewinn und die Gewinnverteilung auf die Beteiligten erklärt. Das Finanzamt erlässt hiernach einen Gewinnfeststellungsbescheid, der für die ESt-Erklärung bindend ist. In der ESt-Erklärung erfolgt keine Gewinnermittlung mehr.

1.
Im Prinzip ja, aber...  Die Gretchenfrage ist, ob das Auto zum Unternehmensvermögen gehört. Das ist nicht der Fall, wenn es unter 10% unternehmerisch genutzt wird. Wenn das Auto ausreichend berieblich bzw. unternehmerisch genutzt wird, werden alle Kosten als Betriebsausgaben geltend gemacht.

Der Vorsteuerabzug ist möglich, wenn auf die Anwendung der Kleinnternehmerregelung verzichtet wird. Dies erfordert die Option zur Regelbesteuerung, die aber nicht immer vorteilhaft ist. Die Behandlung der Fahrzeugnutzung ist ein Dauerbrenner. Statt vieler Worte siehe hier: https://www.haufe.de/finance/buchfuehrung-kontierung/vorsteuerabzug-und-umsatzsteuer-bei-privater-pkw-nutzung_186_262658.html

 


WerbungWerbung