Autor Thema: Student, Höchstsatz BaföG und Blog-Verdienst steigt stetig - Was tun?  (Gelesen 1620 mal)

Offline kiki

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Hallo ihr Lieben,

ich habe mich nun mal angemeldet weil ich denke das vielleicht selber schon mal jemand in der Situation war und mir helfen kann. Habe mich schon gut eingelesen und sehr interessant hier.

Vielleicht habt ihr ja ein Tipp für mich.

Ich bin Student und bekomme Höchssatz Bafög (ca 670 Euro, KV schon dabei) und habe mir seit Januar ein kleines Blog-Netzwerk aufgebaut mit insgesamt 5 Blogs und 1 Forum. Läuft alles sehr gut und ich habe mehrere Einnahmequellen wie: eBooks, Adsense und Affiliate.

Nun möchte ich dies gerne offiziell "anmelden", weil es nicht nur bei 100 Euro/Monat bleibt. Was würdet ihr mir empfehlen?

Und an die Selbstständigen noch eine Frage, ab wie viel Umsatz monatlich habt ihr euch selbstständig gemacht? Bzw. würdet ihr euch selbstständig machen? Vielleicht springt ja bis zum Ende des Studiums so viel raus, dass es für die Selbstständigkeit reicht.  ;)

P.S. Falls irgenwo schon sowas beantwortet wurde, reicht auch völlig ein Link. Dann möchte ich eure Zeit nicht stehlen. :)

LG

Offline Texterela

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Naja.. selbständig bist du ja im Grunde spätestens ab dem Zeitpunkt, in dem du Geld verdienst. Ob 50 oder 5.000 Euro im Monat ist dabei aber erstmal egal. Gerade für Bafög und so können auch die paar Kröten schon relevant sein. Insofern kann für mich das "wann" deiner Anmeldung beim Finanzamt nur eine Antwort haben: Sofort.

Ich persönlich habe mich mit 50 Euro im Monat selbständig gemacht. Das war mein Start und lief auch neben dem Studium. Ich habe das dann im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut und habe während meines Studiums durchaus meine 1.500 Euro verdient. Dafür habe ich dann aber auch viel gearbeitet. Ob du das so weit ausbauen kannst, ob du damit leben kannst, hängt immer von dir selbst ab.

Du solltest allerdings berücksichtigen, dass du ab einem bestimmten Einkommen vermutlich kein Bafög mehr kriegst - und auch kein Kindergeld oder sonstiges. Du solltest also gucken, dass du entweder unter den Einkommensgrenzen bleibst oder so viel verdienst, dass du das Bafög ausgleichen kannst. Ich würd dir letzteres empfehlen (sofern dein Projekt das hergibt), denn auch Bafög sind Schulden, die irgendwann zurückgezahlt werden müssen.
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Offline kiki

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Hallo Texterela,

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort. Du sagtest du hast dich auch während des Studiums selbstständig gemacht? Welche Form der Selbstständigkeit hast du da gewählt? Dies ist nämlich mein Problem. Ich weiß nicht so recht welche Form optimal wäre.

Offline Texterela

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Hallo Kiki

Ich bin  in erster Linie freiberuflich tätig, aber wenn du durch Werbung und Verkäufe auf deinen Webseiten Geld verdienst, dann kommt für dich nur ein Gewerbe in Frage. Ich würde da am ehesten den Einzelunternehmer sehen - habe ich auch nebenbei noch laufen, aber ohne große Einnahmen.

Beim Einzelunternehmer zahlst du Einkommensteuer ab 8.004 Euro im Jahr, Krankenversicherung ab ~320 Euro im Monat - Sozialversicherungen auch irgendwann da. Ab wie viel du Gewerbesteuer zahlen musst, weiß ich nicht... etwa 20.000 Euro im Jahr denke ich?!

Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, dich als Kleinunternehmer anzumelden, solange dein Jahresumsatz die 17.500 Euro nicht überschreitet. Das macht buchhalterisch vieles einfacher, allerdings kannst du als "normaler" Unternehmer Umsatzsteuer von Betriebsrechnungen einbehalten. Beispiel: Du verdienst 119 Euro im Monat und musst 19% Umsatzsteuer bezahlen.. jetzt kaufst du aber für 58 Euro noch irgendein Computerteil für deine Arbeit (19% Umsatzsteuer von 58 = 8 Euro). Die 8 Euro Umsatzsteuer kannst du dann am Monatsende von dem Geld abziehen, das du dem Finanzamt überweist. Du kannst also Geld sparen, wenn du dich normal anmeldest, allerdings hast du es als Kleinunternehmer von der Verwaltung her einfacher.
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Offline kiki

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Danke nochmal für deine Antwort. Also mit schwebt da auch ein Kleingewerbe vor. Man muss es ja nicht am Anfang übertreiben.

- unter 17.500 € Umsatz im ersten Jahr bleiben oder sogar
- unter ca 8000 € bleiben da dies ja der Steuerfreibetrag ist, alles darüber wird versteuert vom Fiskus oder sogar noch besser
- unter ca 4500 Euro bleiben, weil dann noch das BaföG komplett bezahlt wird (sonst Abzüge)
- einfache Gewinn-Verlust-Rechnung möglich

Ich habe nun 2 Anbieter wo das meiste Geld kommt. Einmal Adsense und noch ein Affiliate-Partner.
So weit ich weiß, bekomme ich die Adsense Rechnungen ohne Umsatzsteuer, weil die ja schon in einem anderen Land abgeführt wird. Beim Affiliate-Partner habe ich auch erstmal ohne UST angegeben. Ich habe fast keine Ausgaben, außer Strom, Internet und ein paar Domains. Ob es sich deswegen lohnt kann ich schlecht sagen.

Nun bin ich aber schon als Student krankenversichert, reicht dies nicht aus? Ich möchte definitiv "hauptberuflich" als Student fungieren und nicht "nebenbei" studieren.

Sehe ich das bis jetzt so richtig?

Offline Texterela

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Ich denke auch dass die Kleinunternehmerregelung für dich am Anfang die beste ist. Es ist einfach einfacher für dich.

Du kannst nur so lange studentisch krankenversichert oder in der Familienversicherung sein, wie du einen bestimmten Monatsbetrag nicht überschreitest. Da musst du deine Krankenversicherung fragen, mir sagte man damals 320 Euro im Monat, aber ich glaube, das kann unterschiedlich sein.
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Offline gulo

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Hi,

also es gibt für dich was Krankenversicherung betrifft zwei Möglichkeiten.

Bis 365 Euro pro Monat kannst du dich als Student eigentlich über deine Eltern versichern lassen.
Über 365 Euro aber nicht hauptberuflich (also hauptberuflich = Student) kannste dich für 60 Euro bei der studentischen Krankenverischerung melden.
Nach dem Studium musst du dich dann privat oder freiwillig gesetzlich versichern, was so mindestens 200 Euro im Monat kosten dürfte.

Gruß

Offline kiki

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Hey Danke gulo, bin aber schon 30, d.h. ich bezahle die eh schon selber und die liegt bei mir bei 75 euro monatlich. Übernimmt derzeit das BaföG-Amt.

Offline Bender

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Bin selber Student und bin seit geraumer Zeit nebenbei selbstständig. Das hat u.a. auch Vorteile wie Rabatte bei Mobilfunktarifen und Sonstiges.

Der Umsatz liegt im dreistelligen Bereich und solang man aufpasst und unter den Freigrenzen bleibt, ist das wirklich easy.

Bei mir geht es nach dem Zeitpunkt des Zu- und Abfluß des Geldes, damit kann bisschen bestimmt werden, wie hoch der Umsatz im jeweiligen Monat ist.
(monetarisiertes) Hobby -> Zwei verschiedene Paar Schuhe

 


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