Autor Thema: Studensatz Student für Webdesign/Coden  (Gelesen 12932 mal)

Offline Raisis

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Studensatz Student für Webdesign/Coden
« am: 10.02.2014, 16:52:54 »
Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einem kleinen Problem, bzw. einer Frage, wo ich nicht so wirklich weiter weiß. Ich hatte schon gegoogelt und auch die Forensuche verwendet, wirklich brauchbare Ergebnisse waren da leider nicht dabei.

Ich habe eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert, habe dann auch ein paar Jahre als Festangestellter in einer Werbeagentur gearbeitet, mich jetzt jedoch dazu entschieden, ein Studium zu beginnen, das mich dann (hoffentlicht) beruflich weiterbringt. Ich komme als Student durch mein Nebengewerbe mit eigenen Projekten und deren Onlinevermarktung über die Runden. Jetzt haben mich jedoch ein paar alte Kunden angerufen, ob ich nicht für sie ein paar Projekte umsetzen möchte.

Das will ich schon sehr gern tun, stehe jetzt jedoch vor dem Problem der Preisbildung und der Frage, was ich als Student pro Stunde verlangen kann (woraus ich dann die entsprechenden Paketpreise für gewisse Leistungen erstellen kann). Theoretische Antwort darauf: ich kann alles verlangen, kommt halt drauf an, was der Kunde dann auch bereit ist zu zahlen.

Ich war bei der Preisbildung der Werbeagentur nicht involviert, schätze aber, dass sie so etwa 60 bis 80 Euro pro Stunde (netto) für Programmierleistungen verlangt hat. Das sind so die Preise, die die Kunden gewohnt sind. Jetzt werden die natürlich davon ausgehen, dass ich als Student nicht so viel verlange. Sie wissen, dass ich diese Aufträge (würde ich in der Agentur noch arbeiten) definitiv auch übernommen hätte.

Ich hätte jetzt spontan gedacht, die Agenturpreise grob zu halbieren, also etwa 30 bis 40 Euro als Stundensatz zu verlangen. Das wäre für den Kunden ja immer noch eine große Ersparnis und für mich persönlich reicht das zu, da ich meine Haupteinnahmen durch Affiliatewerbung und Adsense auf meinen eigenen Projekten mache.

Im Internet lese ich jedoch etwas von Stundensätzen zwischen 10 und 15 Euro, was aus meiner Sicht etwas arg wenig ist. Haltet ihr 30 bis 40 Euro für realistisch?

Offline gpswandern.de

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #1 am: 10.02.2014, 18:00:41 »
Du solltest Dich meiner Meinung nach nicht als Student vermarkten, Du bist ausgebildeter Mediengestalter mit mehreren Jahren Berufserfahrung und kannst sicher auf Projekte verweisen, die Du (als Angestellter) realisiert hast.

Wenn es jemand billig will, dann soll er einen Bastler beauftragen, wer einen Fachmann will, wird den auch bezahlen. Biete doch einfach für 50 EUR die Stunde an und schau, wie die Kundschaft reagiert. Runterhandeln kannst Du Dich immer noch lassen.

Offline Kon

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #2 am: 10.02.2014, 19:53:38 »
Würde, wie der Vorposter es auch gesagt hat, mich nicht unter Wert verkaufen!

Ich als Student erhalte 14,50€ pro Stunde als Werkstudent + 0,65€ pro Stunde für Urlaub (anteilig gerechnet). Hierzu kommen aber noch Versicherungen für den Arbeitgeber, sagen wir mal 3,00€ die Stunde. Macht also 18,00€ die Stunde für einen (durchschnittlichen) Werkstudenten.

Warum also nur 10 bis 15 Euro nehmen?

Da du aber wahrscheinlich auf selbstständiger Basis arbeitest würde ich noch ca. 15€ mehr nehmen.

Macht also mind. 35€ und das ist schon ein sehr geringer Preis... Ich würde ca. 40€ verlangen. Aber besser wäre 50€ die Stunde und dann verhandeln.
Alles zum Thema Geld verdienen im Internet: www.der-finanz-blog.de

Offline Wolle54

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #3 am: 12.02.2014, 08:41:35 »
Ich finde, viele gehen mit der Kalkulation des eigenen Stundensatzes den falschen Weg und schauen sich zuerst den aktuell Markt an. Stattdessen sollte der erste Schritt der Blick auf die eigenen Kosten sowie die anfallenden Abgaben sein.
Den Stundensatz-Rechner von Carsten Seifert ist eine gute Grundlage, auf den ich immer wieder gern verweise: der-softwareentwickler-blog.de/2008/11/11/stundensatz-und-honorar-rechner-fur-selbstandige/
« Letzte Änderung: 23.02.2014, 19:22:43 von Peer Wandiger »

Offline Markus1980

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #4 am: 07.03.2014, 10:43:29 »
Ganz klar, 50 Euro und mehr bei deiner Ausbildung und Erfahrung.

Mach doch mal folgendes:

Überleg dir, was du monatlich damit verdienen möchtest bzw. an Umsatz machen möchtest. Nimm diesen Wert und teile ihn durch den voraussichtlichen Stundeneinsatz. Beispiel: Ziel 2000 Euro Umsatz, bei 3 Kunden je 15 Stunden (tatsächlicher Arbeitseinsatz). Dann kommst du auf knapp 45 Euro/ Stunde :).

Viele vergessen, dass es bei der Preisbildung neben der Ausbildung und Erfahrung, auch auf das "Leben" oder "Überleben" ankommt :). Und dabei ist die oben genannte Rechnung zumindest eine kleine Hilfestellung.

Offline Wolle54

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #5 am: 21.03.2014, 17:29:05 »
Mal so nebenbei:
Hatte es gerade nicht verstanden, warum Peer den Link von mir entfernt hat. Zumal ich beim besten Willen sein Forum hier nicht als Linkquelle missbrauche. Habe aber den wahrscheinlichen Grund gerade herausgefunden.

Der Rechner funktioniert leider nicht mehr. Zudem hat Carsten sich selbst noch dort gelobt. Unter anderem Namen und gleichem Bild. :-D

Sorry, für diesen Offtopic-Beitrag. Wollte das eben nur kurz klarstellen.

Grüße

Offline CarloMalone

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #6 am: 24.03.2014, 09:29:07 »
Das will ich schon sehr gern tun, stehe jetzt jedoch vor dem Problem der Preisbildung und der Frage, was ich als Student pro Stunde verlangen kann (woraus ich dann die entsprechenden Paketpreise für gewisse Leistungen erstellen kann). Theoretische Antwort darauf: ich kann alles verlangen, kommt halt drauf an, was der Kunde dann auch bereit ist zu zahlen.

Ich finde 40 Euro definitiv zu wenig für das was du drauf hast.
Unterschätz deine Fähigkeiten nicht und verlange den üblichen Stundensatz, den auch Agenturen verlangen ... vielleicht etwas weniger um konkurrenzfähig zu bleiben, aber verkauf dich auf keinen Fall unter Wert, sonst ärgerst du dich später nur.

Was ich mich als erstes gefragt habe: Was hat dein Studium damit zu tun, dass du denkst dass du nicht so viel verlangen darfst.
Meiner Meinung nach hat das keine Auswirkung auf eine Verringerung deines Stundensatzes. Ich kenne viele Leute, die neben dem Studium selbstständig unterwegs sind.

Offline Shoperoni

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #7 am: 28.03.2014, 18:08:31 »
Wer sich als Student vermarktet, wird als Student bezahlt, wer sich als Mediengestalter präsentiert, wird als Mediengestalter bezahlt. Ersterer wird weniger erhalten, für letzteren halte ich bei deinen Qualifikationen 50€ pro Stunde ebenfalls für sehr angemessen.

Offline Schreiberling

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #8 am: 25.04.2014, 15:27:14 »
Zitat
Wer sich als Student vermarktet, wird als Student bezahlt, wer sich als Mediengestalter präsentiert, wird als Mediengestalter bezahlt.

Exakt, nur weil du jetzt Student bist, heißt das ja nicht automatisch, dass du die "üblichen" Studententarife nehmen musst. Du weißt, was du kannst, die ehemaligen Kunden wissen es auch und entsprechend sollte die Entlohnung ausfallen. Da sind die 50 € meiner Meinung nach sogar noch zu niedrig angesetzt. Du machst ja immerhin die gleiche Arbeit wie in deiner ehemaligen Agentur.

Offline Justinaliasaka

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #9 am: 02.06.2014, 19:36:11 »
Ich hab jetzt das letze Jahr als Webdesigner in einem recht jungen Unternehmen gearbeitet. Beschäftit war ich als Werksstudent, hatte aber trotzdem einen Stundenlohn von 40€.
Also wenn man richtig arbeitet, und nicht "irgendwelche" Praktikantentätigkeiten erledigt, dann ist ein höherer Stundenlohn gerechtfertigt, also meiner Meinung nach. Besonders weil man als Student ja nicht weniger arbeiten erledigen kann.
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Offline piratennetzwerk

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #10 am: 02.06.2014, 19:41:22 »
So kurze Erfahrung aus der Praxis:
Hab aktuell einen Slowaken an der Leine (lebt in der Slowakei, spricht nahezu flüssig deutsch), der arbeitet für 7 € / Stunde.

Hatte auch einige deutsche Schüler und Studenten, die sich bei mir für 8-10 € / Stunde beworben haben. Allerdings war da die Qualität nicht so gut.

Ein selbstständiger Kumpel codet für 23 € / Stunde. Wie seine Qualitäten als Coder sind, kann ich allerdings nicht sagen.

Mag sein, dass mein Outsourcing schlecht für die deutsche Wirtschaft ist. Aber hier gibts Hartz4. In der Slowakei nicht und der Jung brauchte das Geld ^^
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Offline Justinaliasaka

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #11 am: 03.06.2014, 09:17:27 »
Wie bist du denn in den Bereich Outsourcing eingestiegen? Also wie hast du den Slowaken denn gefunden?
Outsourcing ist ja nicht unbedingt was schlechtes, ich bin da voll deiner Meinung :D
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Offline Karina05

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #12 am: 12.09.2014, 19:08:32 »
Ich würde dir Raten zwischen 40-50 anzugeben. Das ist als Student im Webdesign & Coden der Durchschnitt.

Offline Strumsocken

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #13 am: 28.09.2015, 13:25:40 »
10-15 Euro ?!?! Lasst euch bloß nicht veräppeln. 
30 ist das absolute Minimum.  Ich würde jetzt 40 sagen. 

Offline MarkusWolff

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Re: Studensatz Student für Webdesign/Coden
« Antwort #14 am: 28.09.2015, 23:03:52 »
Es kommt ja auch immer drauf an, was die Leistungen sind, die konkret erbracht werden.   Die Preise von Webdesignern und Entwicklern sind mal komplett unterschiedliche.   Was soll "Programmierleistungen" denn darstellen? HTML und CSS? Das ist eher Webdesign. 

PHP, das über Wordpress-Theming hinausgeht? Javascript, daß über Copy & Paste und billiges jQuery-Bling hinausgeht? Java? Ruby? Python? Entwurf von Datenbankmodellen und komplexes SQL? Dann bist Du Entwickler.   Und in dem Bereich fangen Freelancer bei 50€/Std.   an.   Wohlgemerkt, da fängt es an.   Das sind die, die entweder noch nicht viel Erfahrung haben, oder nicht wissen, was sie am Markt wert sind. 

Seriöse Freelancer im Bereich Entwicklung nehmen irgendwas zwischen 60 und 90 Euro pro Stunde - abhängig von Erfahrung, Programmiersprache und z.  T.   natürlich auch je nach Projekt: Hat das Spaßpotenzial und/oder bringt mich beruflich weiter, oder muß ich eher Schmerzensgeld verlangen, wenn ich das machen soll? Ist der Kunde eher ein multinationaler Großkonzern oder ein Tante-Emma-Laden?

Agenturen, die nicht gerade kleine Klitschen sind, nehmen dementsprechend im Entwicklungsbereich dreistellige Beträge pro Stunde.   Wenn sie es nicht tun, beschäftigen sie keine Freelancer oder betreiben eine Mischkalkulation. 

Ich empfehle als Orientierung auch einen Blick auf gulp.  de, dort finden sich durchschnittliche Freelancer-Stundensätze aufgeschlüsselt nach diversen Kriterien wie gefragte Technologie, Alter und Region. 

 


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