Ich kann dir zu den Facebookspezifischen Sachen jetzt leider keine Antwort geben. Ist natürlich auch keine Rechtsberatung. Weiß zwar nicht wieso das alle so betonen weil ich ja gar nicht behaupte, Rechtsberater zu sein, aber man schwimmt ja gerne mit dem Strom

3. Also eine gewerbliche Form braucht ihr so oder so, wenn ihr erst einmal Einnahmen erzielt. Vorteile hin oder her: Es ist also nötig. Die UG hat den Vorteil, dass ihr nicht mit einer großen Summe haftet, sondern nur mit einem bestimmten Betrag. So weit ich weiß sind das bei der GmbH 25.000 Euro, bei der UG nur 1 Euro. Im Umkehrschluss kannst du aber davon ausgehen, dass man eine UG nicht grundsätzlich, sondern nur bei einem Maximaleinkommen machen kann. Da die GmbH mit der Haftungssumme bei Schülern wohl übertrieben wäre, sehe ich da im Moment gar keine andere Möglichkeit als die UG.
4. Naja, ohne eine gewisse Investition geht es schwer. Ihr könnt zwar Foren auch woanders hosten, aber dann habt ihr Werbung drin und seid von fremden Servern abhängig. Webspace kriegt man heute für unter 10 Euro im Jahr einschließlich Domain. Ich denke so viel Investition darf ruhig sein. Lediglich von einem eigenen Server für ein paar hundert Euro oder einen teuren Webdesginer würde ich dann erstmal die Hände lassen. Wichtig ist: Einigt euch vorher, wer was bezahlt und haltet das genau fest. Sonst kann es später zu Streit kommen.
5. Sobald Ihr Einnahmen habt (auch wenn noch steuerfrei) müsst ihr ein Gewerbe anmelden.
6. Ihr müsst folgende drei Steuerpunkte beachten: 1. Einkommensteuer (fällig ab 8.004 Euro pro Kopf), 2. Umsatzsteuer (darauf könnt ihr bis zu einem Jahreseinkommen bis zu 17.500 Euro verzichten, darüber MÜSST ihr sie berücksichtigen), 3. Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und muss - glaube ich - ab 20.000 Euro im Jahr bezahlt werden. Wenn ihr komplett steuerfrei bleiben wollt, müsst ihr also unter 17.500 Euro gesamt bleiben.
7. Das kann ich dir nur dringend raten. Sonst ist Ärger vorprogrammiert, wenn der eine glaubt, die anderen kriegen mehr. Oder wenn zwei von euch dem Dritten kein komplettes Drittel geben wollen, weil er nicht so viel tut. In der Regel werden solche Summen abhängig von dem Bemessen, was man investiert. Beispiel: Einer hat 50% des Barvermögens der GmbH eingebracht, einer 30% einer 20%. Wäre ja ungerecht, wenn alle gleich viel kriegen. Wenn ihr das nicht nach Bargeld sondern nach Einsatz aufteilen wollt, müsstet ihr am besten berechnen, wer wie viele Arbeitsstunden investiert und das dann anteilig ausrechnen. Zur Sicherheit solltet ihr darüber Buch führen, wer wie viel gearbeiet hat. Aber ums noch mal zu betonen: Unbedingt in einem Gesellschaftervertrag festhalten, wer welche Rechte und Pflichten hat. Das betrifft nicht nur das Geld, sondern zb auch das Recht neuen Serverplatz zu mieten, Freiberufler für Webdesign und Text anzuheuern usw.
Bei Geld hört die Freundschaft auf. Ist leider oft so.