Autor Thema: Nebenher verdienen als Jugendlicher durch Blogs und Affiliate-Marketing?  (Gelesen 3558 mal)

Offline Kowalski

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Guten Abend,

ich würde gerne wissen ob es möglich ist als Jugendlicher durch Affiliate-Marketing und Blogen nebenher als Jugendlicher Geld zu verdienen. Und vorallem wie mache ich das rechtlich gesehen?
Zu meiner Person:
Ich bin 16 Jahre (nächsten Monat 17) alt und komme aus BW.
Ich fange im September vorrausichtlich eine Ausbildung an und ich weiß das ich meinem Chef meine Nebentätigkeit berichten muss.

Soll ich vielleicht lieber warten bis ich 18 bin damit "Schwierigkeiten" aus dem Weg gehe und es einfach ist sowas nebenher zu machen.
Ich könnte mich solange vielleicht weiter einlesen und einen kleinen privaten Blog ohne Einnahmen betreiben um mich reinzufinden und besser schreiben zu lernen usw.

Was meint ihr, wie ist sowas machbar?
Oder soll ich vielleicht besser warten?

Danke und Gruß
Kowalski

Offline Sol

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Ich kann dir keine Rechtsberatung geben, allerdings würde ich mir mal folgenden Gesetzestext durchlesen:
http://dejure.org/gesetze/BGB/112.html

So gesehen spricht eigentlich nichts gegen eine Selbständigkeit. Du musst aber beachten, dass einige Affiliate- und Werbenetzwerke nur Member zulassen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. An deiner Stelle würd ich  so oder so einen Blog ins Leben rufen. Je früher der Blog mit Inhalten gefüllt wird, desto besser für den Traffic ;-) Auch wenn du erst mit 18 voll loslegen kannst. Und bis dahin einfach Werbepartner suchen, denen das nichts ausmachst, dass du noch keine 18 bist.

Offline Alphatraders

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Sehe da weniger ein Problem, natürlich sind Nebentätigkeiten mit dem Chef abzusprechen und das vor dem Arbeitsantritt. Aber ich denke das gilt eher bei Tätigkeiten wie z.B. Kellnern etc., also arbeiten die dich auslasten.

Wenn du zuhause an einer Webseite arbeitest kannst du wohl deinen Pflichten in deiner Ausbildung nachkommen und wirst nicht total müde zur Arbeit antreten. Ist meiner Meinung nach unproblematisch und eher in Freizeit einzuordnen, was deinen Chef nicht interessieren brauch und wohl auch nichts dagegen haben sollte  ;)

Offline Soho

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Du kannst schon durch Affiliate Geld verdienen. Aber auch du benötigst ein Gewerbe. (Gewinnabsicht ist bei dir vorhanden) Das ist aber kein Problem, auch wenn du erst 16 bist. Du musst nur das Enverständnis deiner Eltern haben.

An deiner Stelle würde ich erstmal den Blog mit Inhalten füllen und User anziehen.  Wenn du deine Ausbildung angefangen hast, frag deinen Chef was er davon hält und wenn er das Ok gibt kannst du ja immer noch Gewerbe anmelden, wenn du bis dahin nicht schon Volljährig bist.

Offline RHW

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Hallo,

man sollte auch die Krankenkasse informieren:

Wenn die Einnahmen 365 Euro im Monat übersteigen oder die Tätigkeitkeit hauptberuflich ist, kommt es ggf. zu Nachzahlungen, da die kostenlose Familienversicherung endet. Sinnvoll ist eine Beratung durch die Krankenkasse.

Ab Ausbildungsbeginn ist dann erneut von der Krankenkasse zu prüfen, ob die Ausbildung oder die Selbständigkeit im Vordergrund stehen (z.B. Einnahmehöhe und Arbeitszeit).

Gruß

RHW

Offline plusweb

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Mach doch einfach mal los. Ein Blog ist noch kein Unternehmen und wenn Einkünfte reinkommen, sind die anfangs so gering, dass man da auch im überregulierten Deutschland  ::) noch keinen Gewerbeschein für braucht.

-> Finanzamt fragen! Die geben kostenlos Auskunft.

Man kann dann, wenn man merkt, dass es funktioniert, immer noch eine "Nachmeldung" machen. Das sehen die i.d.R. ganz relaxed, einfach mal fragen.

Zitat
Wenn die Einnahmen 365 Euro im Monat übersteigen oder die Tätigkeitkeit hauptberuflich ist, kommt es ggf. zu Nachzahlungen, da die kostenlose Familienversicherung endet.

Bis da mal 365 Euro im Monat zusammenkommen, dauert's normal was und bis dahin hat man sich längst informiert. In der Berufsausbildung ist's eh vorbei mit der Familienversicherung?
Aber eben: Wenn man es gaaaanz genau machen möchte: Krankenkasse fragen.

Normalerweise kommt aber in den ersten Monaten eh kein Cent aus dem Blog rum. Also keine Panik, Ärmel hochkrempeln und anfangen zu bloggen!

Upps... Wichtig, fällt mir grade ein.
In D gibt es sehr rigide Gesetze, bezüglich der Impressumsvorschriften .
Das finde ich jetzt fast wichtiger zu beachten: Wenn auch nur ein einziges Werbebanner oder so irgendwo auf der Seite zu sehen ist und das Impressum nicht dem "Gesetz" entspricht, kommen die Roben tragenden Geldvernichter mit Ihren "Abmahnungen". Und die können verdammt Motivationsvernichtend sein...

Offline Perle

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Bis da mal 365 Euro im Monat zusammenkommen, dauert's normal was und bis dahin hat man sich längst informiert.

Bei einem Affiliate-Programm mit händeringendem Produkt, das z.B. € 100,- je Sale (Verkauf) an Vermittlungsprovision einbringt, wird diese Grenze wahrscheinlich schon in den ersten Wochen, vielleicht schon Tagen, überschritten.  ;)
 

Offline Texterela

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Dazu muss man aber auch erstmal genug Besucher haben, die klicken und Kaufen. Das kann zwar schon mit dem ersten Besucher passen, statistisch gesehen brauchts dazu aber wohl ein paar (tausend) mehr.
Content für Webseiten gesucht? Hochwertig, ansprechend und fix:http:// www.texteschmiede.de

Offline Theochen

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Hey!
Ich würd dir einfach vorschlagen, dir erst einmal einen anderen Nebenjob zu suchen, bis du 18 bist.
Dann hast du weniger Stress!
« Letzte Änderung: 14.03.2011, 14:41:38 von Theochen »

Offline Mailboxes

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Spielt da nicht sogar schon ein Gewerbeschein eine Rolle? Den würde er doch haben müssen oder. Dann meldet sich auf flux das Finanzamt, wegen der Umsatzsteuer, von der man sich dann als "Jungunternehmer" befreien lassen muss und so weiter..

Offline plusweb

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Bei Fragen zu Vorschriften und Vorgehensweisen ist's wie mit einem Kranken auf der Liege in der Notaufnahme: 10 Ärzte, 10 Meinungen.

Am besten ist's einfach beim Finanzamt anzurufen, sich evtl. einen Termin geben zu lassen und dann dort mit Notizblock bewaffnet hinzugehen. Die müssen nicht nur Auskunft geben, die tun das sogar gern, weil:

  • Richtiges Vorgehen auch denen ganz viel Arbeit spart
  • Richtiges Vorgehen für Dich evtl. heftige Nachteile vermeidet.

Ich denke da z.B. an die armen Menschen, die vorher eine rudimentäre Grundsicherung z.B. durch ALG2 hatten und dann irgend einem Internet-Guru aufgesessen sind: Reich durch Partnerprogramme in 14 Tagen.
Wie viele von denen sind wohl ohne Grundwissen schon am Beckenrand versoffen, haben aber vorher "den Dicken Max" beim Arbeitsamt gemacht und 'nen Gewerbeschein geholt?

Bitter.. Sehr bitter...


Offline Sol

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Ich denke da z.B. an die armen Menschen, die vorher eine rudimentäre Grundsicherung z.B. durch ALG2 hatten und dann irgend einem Internet-Guru aufgesessen sind: Reich durch Partnerprogramme in 14 Tagen.
Wie viele von denen sind wohl ohne Grundwissen schon am Beckenrand versoffen, haben aber vorher "den Dicken Max" beim Arbeitsamt gemacht und 'nen Gewerbeschein geholt?

Bitter.. Sehr bitter...
Ohja, da kenn ich auch ein paar so Fälle. Eine Bekannte ist genau auf so einen Internetguru reingefallen und ein Freund von mir hat sich in ALG2 als "Immobilienmakler" (über so eine Maklergruppe, ziemlich dubioses Geschäftsmodell) selbständig gemacht. Natürlich auch auf die Nase gefallen, aber ihm wurden dicke Beträge versprochen und er hat anderthalb Jahre von Reichtum geträumt, geschuftet wie blöd und ging mit Schulden raus :-(

Offline Sumisu

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Ich kann dir auch nur raten, dich da genaustens zu informieren. Ein Anwalt für Arbeitsrecht in Krefeld kennt sich mit dem Thema zum Beispiels besonders gut aus. Hör dich einfach mal danach um und erkundige dich, worauf du achten musst. Sind auf jeden Fall ein paar Dinge, die du da berücksichtigen solltest. Der Artikel, der oben gepostet wurde, ist auch lesenswert!
« Letzte Änderung: 10.05.2011, 15:06:47 von Sumisu »

 


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