Autor Thema: Wie ermittelt man den Wert einer Website bzw. eines Webprojektes?  (Gelesen 2178 mal)

Offline Gruenderlexikon

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Hallo zusammen,

möchte nun auch mal die Community und deren Rat nutzen und zwar möchte ich ein Projekt verkaufen. Wie geht man vernünftig ran, um etwa den Verkaufspreis zu ermitteln. Hatte zwar das Ganze mal in Unternemensführung (BWL) aber das ist schon lange her und ich möchte nun nicht eine komplizierte Rechnung machen.

Projektinfos:

  • Besucher tgl. / mtl. / jährlich laut Google Analytics
  • PR 5 => wen´s noch interessiert  :)
  • Gute Rankings in einer Exceltabelle lt. Sistrix/Google
  • Umsatz des Jahres 2009 lt. Kostenstellenrechnung
  • Domainalter 2004
  • derzeit besteht das Projekt aus einem WP Blog, Forum und einem selbst programmierten Bereich

Weitere Daten und Infos nach Anfrage.

Mir wurde mal von einem wirklichen Experten (SEO) gesagt, dass ein vernünftiger Verkaufspreis etwa das 3-5 fache des Jahresumsatzes ist. wenn das so wäre, würde ich durch den Verkauf des Projektes locker 60 - 80.000 EUR erlösen. Was haltet ihr davon oder hat von euch bereits wer Erfahrungen damit.

Ich habe ehrlich gesagt keinen Bock Sedo oder ebay zu nutzen und denen die Provisionen in den Ar... zu stecken. Klar ist auch, dass es um den Preis geht, den ein Dritter bereit ist zu zahlen, wenn das nicht mal ein Zehntel des og. Preises ist, dann hat jegliche Formel zur Berechnung des Unternehmenswertes den nutzen verloren. Es kommt also letztlich immer auf die Bereitschaft des Käufers an.

Bitte seht mir nach, wenn ich noch keinen Link auf das Projekt setzen will und es daher etwas geheim halte. (Bin dann mit dem Beitrag wohl der einzige, der keinen Link hier bei Peer setzen möchte  ;D

Wer Interesse hat, soll mich einfach mal Kontaktieren. aber mir geht´s in diesem Post um die Wertermittlung.

Danke für eure HIlfe
« Letzte Änderung: 25.10.2010, 19:19:59 von Gruenderlexikon »
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Offline Texterela

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Die Regel mit dem Jahressatz ist absolut üblich und habe ich auch schon überall gelesen. Den wievielfachen Satz du nehmen kannst, ist natürlich von der Seite abhängig. Ne sehr gute Domain zb kann den Wert sicher noch mal vervielfachen. Ich würde vermutlich zum dreifachen tendieren, es sei denn, du hast ne super Domain. Dann ist deine Kalkulation schon realistisch.
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Offline Gruenderlexikon

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Danke für die Antwort. Habe gerade via Twitter die Meldung bekommen: "Umsatz der letzten 15 Monate mal 3" damit könnte ich auch sehr gut Leben.

Nachtrag zur Seite gehört auch ein Newsletter mit mehreren 10.000 Empfängern, der müsste aber nicht mit verkauft werden, wie gewünscht.

Hatte auch mal bei sedo versucht was zur U-Wertberechnung heraus zufinden, aber die wollen wahrscheinlich nicht, dass man da ließt.
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Offline Texterela

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Du kannst gegebenenfalls auch mal in das Abakus SEO Forum gucken, da wird das Thema sehr häufig besprochen. Also ich denke diese Regel ist schon ganz zutreffend. In dem Forum werden übrigens auch öfter mal Webseiten zum Verkauf angeboten. Hier ja auch. Aber 80.000 Euro hab ich dann doch nicht in der Tasche :)
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Offline mario

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Dafür gibt es keine allgemeine Bewertungsformel, weil das von zu vielen Kriterien abhängig ist.

 - wenn z.B. ein Projekt hauptsächlich Suchmaschinenbesucher hat, ist der Wert geringer - da Top- und Longtail-Rankings auch wegbrechen können und dann tendiert der Verdienst gegen null.

- ist das Projekt ein Fulltimejob (Kundeaquise, Mitgliederbetreuung, Newsletter verfassen etc.) oder beträgt der wöchentliche Pflegeaufwand nur ein paar Stunden?

- ist der Content zeitlos (z.B. ein Lexikon) oder lebt das Projekt von frischen News?

- kann das Projekt selbst betreut werden oder muss extra ein Admin, Texter etc. beschäftigt werden?

- wie viel Potential hat dieses Projekt noch?

- wie hoch ist der Gewinn vor Steuern?

etc.

Noch mehr Infos gibt es hier: http://consultdomain.de/forum/domain-und-projekt-bewertungen/40547-projektbewertungs-guide.html

Gruß Mario
« Letzte Änderung: 26.10.2010, 10:37:33 von mario »

Offline mgrie

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Danke für die Antwort. Habe gerade via Twitter die Meldung bekommen: "Umsatz der letzten 15 Monate mal 3" damit könnte ich auch sehr gut Leben.

Auch der Umsatz der letzten 15 Monate ist nicht aussagekräftig. Viel Umsatz bedeutet nämlich nicht automatisch viel Gewinn.

Der Satz muss also lauten: "Gewinn der letzten 15 Monate mal 3"

Offline mario

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Danke für die Antwort. Habe gerade via Twitter die Meldung bekommen: "Umsatz der letzten 15 Monate mal 3" damit könnte ich auch sehr gut Leben.

Auch der Umsatz der letzten 15 Monate ist nicht aussagekräftig. Viel Umsatz bedeutet nämlich nicht automatisch viel Gewinn.

Der Satz muss also lauten: "Gewinn der letzten 15 Monate mal 3"

Das ist auch nicht aussagekräftig, wenn eine Premiumdomain (z.B. haus.de  - geschätzter Wert 200000 Euro) verwendet wird. Angenommen, dass der Gewinn nach 15 Monaten 50000 Euro beträgt, hätte nach deiner Rechnung das Projekt einen Wert von 150000 Euro. D.h. der Domainwert würde dabei überhaupt keine Berücksichtigung finden.

Wie ich schon sagte, der Wert ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es eine Wertermittlung mit einer Formel nicht möglich ist.

Gruß Mario

Offline Peer Wandiger

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Die aktuellen Jahreseinnahmen sind sicher eine gute Basis, aber alleine nicht sehr aussagekräftig.

Steigen die Einnahmen von Jahr zu Jahr oder stagnieren/sinken sie?
Wie viele Aufwand ist erforderlich?
Wie gut ist die Monetarisierung umgesetzt? Ist alles ausgenutzt oder ist da noch Potential?
Gibt es bedeutende Einmaleffekte für den Traffic? Z.B. Startseite von Heise etc.?

Es gibt natürlich noch viele Faktoren mehr, die den Kaufpreis beeinflussen.

Im Grunde ist es am Besten, wenn der Markt das regelt. Also genügend Infos bereitstellen und dann möglichst viele Kaufinteressenten bieten lassen.

Offline mariohieber

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Finde auch, dass der Markt das am besten regelt ... z.B. eine Auktion bei Ebay machen und einen Mindestwert für dich festlegen (mit dem du Leben könntest) ... und die potentiellen Käufer machen das dann unter sich aus.

Wenn mich jetzt nicht alles täuscht hat Robert Basic seinen Blog damals auch auf diese Weise verkauft. Ev. findest du ja dazu noch paar Blogartikel zu diesem Thema, die irgendwo schlummern...
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Offline Gruenderlexikon

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Herzlichen Dank für die vielen Antworten, die mir auch meine Vermutung beweisen. Man kann nicht einfach irgendetwas mit fünf multiplizieren und das dann in Euro vom Käufer haben wollen. Sicher wird der Preis über Angebot und Nachfrage geregelt und selbst wenn eine Kalkulation einen Preis zum Vorschein bringt, muss ja noch lange kein Käufer bereit sein, diesen auch zu zahlen.

Mittlerweile hat sich ja Perre beziehungsweise ein Gastautor gefunden und diesem Thema einen ganzen Beitrag gewidmet. Die Methoden darin waren mir selbst vom Studium her bekannt, ich wollte eben nur eine Faustformel für auf die schnelle haben.
Viel Erfolg wünscht Torsten vom
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Offline templater1

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danke, es war sehr interessant das zu lesen

 


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