Autor Thema: Nischenseite Rechtsform mit Blick auf Schadensersatz-Gefahr  (Gelesen 782 mal)

Offline hallowelt55

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Hallo zusammen,

ich bin Student und möchte eine Nischenseite nebengewerblich aufbauen und betreiben und stelle mir in diesem Zusammenhang die Frage welches Haftungs-Risiko ich eingehe, wenn ich eine Personengesellschaft statt einer UG/ GmbH anmelde.

Meine Sorgen beziehen sich dabei weniger auf Forderungen aus dem "normalen Geschäftsbetrieb", sondern auf eine Situation wie Verletzung der Bildrechte\ Textrechte etc. (was ich natürlich in keinster Weise beabsichtige, aber passieren kann es ja theoretisch durch einen dummen Fehler) mit der Folge eines Anwaltsbriefs mit Schadensersatzforderungen in x000 Euro Höhe. Mit einer Personengesellschaft gehe ich dann doch ein übertrieben hohes Risiko, mich durch einen "dummen Fehler" persönlich finanziell zu ruinieren während bei Rechtsform mit Haftungsbeschränkung die Zahlungsunfähigkeit der Körperschaft der Worst-Case wäre.

Habt ihr Erfahrungen/ Meinungen dazu, die mir hier weiterhelfen?
« Letzte Änderung: 11.03.2017, 20:02:27 von hallowelt55 »

Offline Kalkulator

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Re: Nischenseite Rechtsform mit Blick auf Schadensersatz-Gefahr
« Antwort #1 am: 11.03.2017, 20:49:57 »
Die Überlegung ist vielleicht nicht ganz schlecht. Aber wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest für ein einfaches Webprojekt muss dieses schon einiges an finanziellen Gewinn abwerfen. Denn eine Kapitalgesellschaft dürfte ganz andere Anforderungen an die Buchhaltung und den Steuerkram stellen als eine Einzelunternehmung, sowohl finanziell als auch zeitaufwendiger.

Wenn es so einfach (und kostengünstig) gehen würde, würden es wohl sehr viele mehr machen oder meinst du, du wärst der Erste der auf diese geniale Idee gekommen ist?

Personengesellschaft = hohes Risiko
Kapitalgesellschaft = übertrieben hoher Aufwand + ggf. Geschäftsführerhaftung, sprich aus der Haftungssache bist du ggf. auch nicht ganz raus.

Du musst jetzt für dich den Mittelweg aus Risiko und Aufwand finden. Die meisten geben an dieser Stelle vermutlich den Plan der Selbstständigkeit mit einem Webprojekt auf.

Auch wenn viel über Abmahnungen und so geschrieben wird. Ich denke wenn du halbwegs sinnvoll agierst, dann sollte es auch gut gehen. Sonst würde es vermutlich auch keine Webprojekte mehr geben  ;)
Eher ist die Befürchtung hoch das du vielleicht leichtsinnig handelst, wenn du glaubst Sicherheit durch eine Kapitalgesellschaft zu haben. Letztendlich erkaufst du dir diese Sicherheit aber auch nur mit Geld.

Gruß,
Kalkulator

 


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