Autor Thema: Wenn Projekte scheitern: Welche Bauchlandungen habt ihr erlebt?  (Gelesen 12379 mal)

Offline Startworks

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Hallo zusammen,

alle reden immer nur über Erfolge und wollen wissen, wie man sie erreicht. Die Misserfolge und gescheiterten Projekte sind aber genauso interessant, weil man daraus am meisten lernen kann. Ich habe 2009 meine erste Firma gegründet, die bis heute vor sich hin dümpelt.

Meine Geschichte und was ich dabei gelernt habe könnt ihr hier ausführlich nachlesen:

Ich bin gescheitert – 6 persönliche Lektionen aus meiner Bauchlandung
http://www.startworks.de/scheitern-und-aus-fehlern-lernen/

Wir haben damals mit Feuereifer ein großartiges Kartenspiel für China-Fans entwickelt. Am Ende ist zu viel Geld und Energie in ein perfektes Produkt geflossen, aber wir haben den Markt nicht ausreichend getestet. Wir wollten das Spiel vor allem an Sinologie-Studenten verkaufen, die chinesisch studieren. Leider haben die nicht so mitgezogen wie erhofft und wir keinen nennenswerten Plan B. Auch ein noch so tolles Produkt verkauft sich halt nicht von allein.

Was sind eure Erfahrungen? Welche Bauchlandungen habt ihr hingelegt? Und was habt ihr daraus gelernt?

Liebe Grüße,
Matthias Barth
Smartes Marketing für Gründer und andere Weltveränderer
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Offline David_in_Greece

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Hi Matthias

Das Wort 'Bauchlandung' ist ja eine Frage der Definition. 

Meine größte Erkenntnis aus den letzten 2 (erfolgreichen) Jahren als Affiliate-Nischenwebseiten Betreiber ist:

Lieber keine Test-Seite zu betreiben, wo verschiedenste Produkte verglichen werden, sondern besser auf 1 Produkt konzentrieren und das gut bearbeiten.  Das hilft beim Fokus und es hilft auch, den Besucher bei seiner Kaufentscheidung zu 'führen' bzw in seiner vielleicht ohnehin schon vorher getroffenen Entscheidung zu bestätigen.  Seiten mit verschiedenen Produkten verwirren mE nach mehr als dass sie helfen. 

Ich habe da auch so eine Test-Seite und der Aufwand sowie die Kosten fürs Texte schreiben lassen haben sich bisher nur mäßig gelohnt.  Aber zum Glück habe ich ja ein paar gut laufende 1-Produkt-Seiten, die sehr gut laufen.  Insofern war's eine Erfahrung wert :)

Schöne Grüße
David

Offline Startworks

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Hallo David,

danke dir für deine Erfahrungen. Wie viel setzt du denn mit einer erfolgreichen Nischenseite um? Kann man von reinen Affiliate-Seiten leben oder ist das nur ein nettes Taschengeld?
Smartes Marketing für Gründer und andere Weltveränderer
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Offline David_in_Greece

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Hi Matthias

Also meine Seiten sind sehr auf den Bereich Ernährung/Abnehmen/Fitness fokussiert (bisher zumindest, ist ein Thema das mir gefällt). Das heißt es ist eine gewisse Saisonalität dabei. Letzten Januar waren das über die 2 Hauptprojekte, die ich mit meinem Geschäftspartner betreibe, um die EUR 14 Tsd. Ich könnte an sich also schon davon leben, auch wenn nicht alle Monate so gut sind, aus dem oben genannten Grund. Aber man kann ja weitere Projekte aus dem Boden stampfen. Das eine oder andere wird dann vermutlich schon wieder einschlagen. Oder man setzt eben 10+ Seiten auf, bei denen jede Seite € 500 im Monat abwirft, dann kommt man auf's Gleiche :)

Mittlerweile tuen wir uns 'leicht', solche Projekte zu erkennen und machen es dann halt einfach. Wirklich zu verlieren haben wir ja nichts, ausser vielleicht 1 Monat Arbeit. Das ist eben das Investment, das man in jedem Beruf machen muss, damit am Ende des Tages Ergebnisse stehen, die einen befriedigen.

Spielst Du mit dem Gedanken, in das Affiliate business einzusteigen, oder bist Du schon dabei?

Schöne Grüße
David

Offline Startworks

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Nein, bisher habe ich keine Pläne in der Richtung. Ich möchte in Zukunft meinen Blog monetisieren, da wird mit Sicherheit später einmal ein Affiliate-Programm interessant werden.
Aber beeindruckend, was du mit einer einzelnen Nischenseite erreichen kannst, ohne selber ein Produkt haben zu müssen ...

LG,
Matthias
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Offline Marind

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Ist zwar keine direkte "Bauchlandung", aber ich finde, dass man in einer Anfangsphase - wenn noch nicht alles rosig läuft - genau merkt, wer seine wahren Freunde sind.  Logischerweise hat man erstmal weniger Zeit, und hat mit Problemen zu kämpfen, bei denen man Unterstüzung braucht und einige haben darauf keine Lust Rücksicht zu nehmen und andere bieten Hilfe an.  Und wenn man das Erfolg hat, sieht man wer wieder bei einem ankommt.   :o

Offline David_in_Greece

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@Matthias: Seinen Blog zu monetarisieren ist eine gute Idee. Das kann ein wenig dauern, bis dabei was rum kommt. Aber dann ist durchaus auch einiges mehr möglich als mit Affiliate, wie ich finde. Man muss dann eben nur wissen, warum einem die Leute folgen und wie man das monetariseren kann. Ein eigenes Produkt ist da sicherlich am besten, also z.B. eine PDF mit super Tipps rund um Dein Thema.

Offline David_in_Greece

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@Marind:
Ja, so ist das im Leben mit den wahren und nicht ganz so wahren Freunden... :)
Persönlich ist mir das jetzt aber noch nicht unter gekommen, dass ich Probleme mit jemandem gehabt hätte weil ich an meinen Projekten arbeite und weniger Zeit habe. OK, ich muss dazu sagen, dass ich nicht der bin, der jeden Abend mit jemandem anderen um die Häuser zieht und dann plötzlich wegen der Projekte keine Zeit mehr hat. Nur mit der besseren Hälfte gibt's ab und an mal Stress, aber das ist auch gerechtfertigt - mea culpa :)

Offline Startworks

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Das habe ich bisher zum Glück auch noch nicht miterlebt.

Aber ein sehr guter Kunde von mir hat bereits eine Insolvenz durchgemacht und kann da vieles erzählen. Die privaten Freunde sind nicht das einzige. Auch die Mitarbeiter, Banken und Lieferanten, die jahrelang gut an dir verdient haben, kündigen dir in so einer Situation sehr schnell die Freundschaft.
Es gibt aber auch Lichtblicke und Partner, die dich auf einmal unterstützen, mit denen du nicht gerechnet hast. Auch eine Insolvenz kann man überwinden. Und ich bin mir sicher, dass das was er jetzt macht, stärker und nachhaltiger wird, als sein erstes Geschäft.

Liebe Grüße,
Matthias
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Offline Balthasar

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Leider mussten meine Frau und ich auch schon eine " Bauchlandung" verkraften als wir nach a.  2,5 Jahren mit einer Immobilien GmbH feststellen mussten, das wir viel zu ehrlich und zu gutmütig sind, um in diesem Sektor Erfolg zu haben.  Uns ging es immer nur darum, unsere Kunden bestmöglich zu beraten.  Für uns hatte das Wohl der Menschen Priorität und nicht die erzielbaren Provisionen.  Die Auftragslage wurde von Monat zu Monat immer schlechter.  Um dem entgegen zu wirken, hätten wir unsere Prinzipien über den Haufen werfen müssen.  Das hätte bedeutet, wir beraten nicht mehr zum Wohle des Kunden, sondern in Richtung unserer Geldbörse.  Dies war für uns jedoch keine Option.  Und so kam es, wie es kommen musste.  Aufgrund neuer EU-Gesetzte und verschiedener anderer Faktoren, haben wir die GmbH nun in die Insolvenz geben müssen.  :'(

Unser Fokus liegt nun klar im Bereich Online Geld verdienen, Businessaufbau und Coaching.  Wir möchten hier unsere Erfahrungen und unser Wissen teilen, um diejenigen auf ihrem Weg zu begleiten, denen es ähnlich geht.  Denn wir sind ein sehr gutes Beispiel dafür, dass das Leben Tiefschläge mit sich bringt.  Man darf sich nur nicht unterkriegen lassen.

hxxp: www. geld-online-business. de/

Wenn sich jemand für unsere ganze Geschichte interessiert und und wissen möchte was wir jetzt machen, kann sich gerne unseren Blog anschauen und dort alles nachlesen.  Über Feedback würden wir uns freuen.

hxxp: www. geld-online-business. de/warum-wurden-wir-quasi-gezwungen-uns-um-alternativen-gedanken-zu-machen/

Offline TimTimer

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Re: Wenn Projekte scheitern: Welche Bauchlandungen habt ihr erlebt?
« Antwort #10 am: 13.02.2016, 08:33:16 »
Eine richtig schwere Bauchlandung habe ich bis jetzt noch nicht erlebt, aber die üblichen Probleme die viele von uns einholen hatte ich auch schon einmal:

  • Mit viel Elan anfangen, dann aber mit Dauer des Projekts immer mehr nachlassen bis zu einem kompletten Stillstand
  • Schlechte Planung, dann später draufkommen, dass alles so nicht umsetzbar ist.
  • usw....

Mit der Zeit lernt man aus den Fehlern und macht es besser  :).
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Offline Lexer

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Re: Wenn Projekte scheitern: Welche Bauchlandungen habt ihr erlebt?
« Antwort #11 am: 13.02.2016, 10:32:58 »
Zum Glück noch nie eine echte Bauchlandung erlebt, aber unsere Erfahrung...
  • man beginnt alleine, von zu Hause :: ganz schlecht, denn Kinder, Haushalt und alles mögliche lenken von der Arbeit ab und es macht keinen guten Eindruck Kunden zu sich nach Hause in sein Arbeitszimmer einzuladen. Und die Kunden rufen prinzipiell im falschen Moment an -> Ausweg ist kleines Büro zu mieten, wo man ungestört in Ruhe arbeiten kann. Dadurch hat man auch geregelte Arbeistzeiten  ;)
  • man verkauft sich unter dem Preis :: Lösung ist weiterhin super Leistung abzuliefern und zu begründen, warum etwas soviel kostet und das auch ausführlich auf der Rechnung darstellen.

das sind aber nur ein Paar Ideen, die haben uns aber geholfen die Bauchlandung zu vermeiden.
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Offline EricS

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Re: Wenn Projekte scheitern: Welche Bauchlandungen habt ihr erlebt?
« Antwort #12 am: 10.04.2016, 15:53:33 »
Mir ist das auch schon passiert.    Ich war 5 Jahre zusammen mit meinen Mitbegründern mit einem Internet Start-Up im Bereich Sprachreisen selbstständig.    Am Ende hat es nicht geklappt.    Den Grund dafür kann man nicht auf eine bestimmte Sache zurückführen.  Am ehesten hat es daran gelegen, dass wir den Markt falsch eingeschätzt haben.   

Also wieder Angestellter und ein paar Verbindlichkeiten sind auch noch da.  Trotzdem sehe ich das nicht als Totalverlust.  In der Zeit habe ich eine Menge gelernt, was ich sonst nicht gelernt hätte!

Aber ich bin nun auch wieder dabei, neue Projekte nebenberuflich aufzubauen.   Es juckt wieder in den Fingern  :)
Mein wichtigstes Learning ist wohl, den Ansatz Lean Startup noch viel stärker zu beachten, die Arbeitsschritte immer wieder zu hinterfragen und mich auf den Kern zu konzentrieren.   
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Offline Nischenhack

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Re: Wenn Projekte scheitern: Welche Bauchlandungen habt ihr erlebt?
« Antwort #13 am: 23.05.2016, 08:27:59 »
Ich habe schon zig Affili-Seiten gebaut, die gar nicht funktioniert haben. Seien es fehlende Rankings, keine Einnahmen oder ein anderers Problem. Aber ich bin immer wieder aufgestanden und habe weiter gemacht. Inzwischen habe ich ein paar Projekte, die ganz nett Geld abwerfen.

 


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