Vielen Dank für die ehrliche Antwort.
Dieses unsägliche, krampfhaft verlängerte Gewaffel auf ein Drittel kürzen, sonst klingt es wie die Gedankenspiele eines weltfremden Dachkammer-Poeten.
Ich schreibe nicht ausschweifend, sondern ausführlich, weil die, die meine Texte lesen, meine Gedanken nicht beliebig auslegen, sondern diesen Gedanken folgen sollen. Es ist nämlich nicht so daß es der andere schon versteht, wenn ich meine Gedanken kurz fasse. Im Gegenteil je undeutlicher ich schreibe, desto mehr legt der Leser den Text nach seinem eigenen Denken aus. Der Sinn des Textes aber ist das sich der andere einmal in die Gedankenwelt des anderen hineinversetzt und so die Welt einmal aus einer anderen, als der eigenen Perspektive sieht.
Solche Aussagen wie:
man hat den Eindruck, ein pupertierendes Kind hätte das geschrieben" oder "Alle sind schuld an meiner Situation, nur ich nicht"
zeigen eindeutig, daß ihr in Wirklichkeit Angst habt und deshalb meine Erfahrungen als lächerlich abtun wollt. Durch nichts zeigt der Mensch genauer was er wirklich denkt, als durch die Dinge, die er lächerlich macht.
Was ich lächerlich mache, muß ich nicht mehr ernst nehmen und was ich nicht ernst nehme macht mir keine Angst. Aber die Lage ist sehr ernst und bald werdet ihr es auch erfahren. Dann ist es vorbei mit dem lächerlich machen.
Seid froh daß sich jemand Gedanken um eure Zukunft macht, ihr werdet diese Gedanken noch sehr dringend brauchen. Vielleicht schon sehr bald.
Interessant war auch die Aussage:
Die Sachen, auf die du dich beziehst (Steuern, Vorschriften, etc.): damit haben alle zu kämpfen. Und viele sind erfolgreich
Erstens muss ein Problem auch dann gelöst werden, wenn viele damit zu kämpfen haben und zweitens gibt es nicht wenige Unternehmer, die Erfolge nur vortäuschen, indem sie beispielsweise einfach ihren Erfolg herbeilügen und ihre großen Autos und Nobelbüros und was weiss ich alles auf Kredit kaufen. Die sind auch ein Teil der Ursache für die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise.
und noch was:
Denen, die stur nur die Arbeit, die zum Geldverdienen wichtigen Beziehungen und den Konsum sehen, haben wir es zu verdanken, daß die vielen Probleme, die wir als Gesellschaft haben, aber nicht haben müssten noch lange bestehen. Es sei denn eine Katastrophe, wie beispielsweise eine lange wirtschaftliche Depression beenden den Wahnsinn und öffnen auch solchen Ignoranten und Besserwissern wie euch die Augen.
Lest mal über die Zeiten vor und nach 1923 und 1948 und ihr werdet sehr viele Situationen, die wir heute auch haben wiedererkennen, beispielsweise wie Menschen sich selbst belogen haben um nicht handeln zu müssen oder der gordische Knoten aus Ängsten, Zweifeln, Interessen und Gegeninteressen, der einfach für die damaligen Menschen mit ihrem Denken nicht zu lösen war.
Preisfrage: Durch welche Katastrophe wurden die vielen Probleme letztendlich vor ca. 80 Jahren gelöst ?
Ich versteh euch mindestens genauso wenig wie ihr mich. Was mir gewaltig stinkt ist, daß bisher nach den großen Katastrophen jeder tausend Gründe gefunden hat, warum er nichts dafür konnte, daß es zur Katastrophe kommen musste.