Autor Thema: Buch-Vorschlag "Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet"  (Gelesen 3702 mal)

Offline Ralf F.

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Sich selbständig machen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, das ist der Wunsch von vielen, die "nach oben streben". So erging es vor einigen Jahren auch mir. Deswegen gründete ich mein eigenes Unternehmen, mit finanzieller "Unterstützung" einer Bank.

Leider haben sich aus dieser Beziehung vermehrt Komplikationen ergeben, die im Laufe der Zeit immer weiter eskalierten und letzten Endes dazu beitrugen, das ich nach langem, zähen Kampf, die Sinnlosigkeit einer Fortführung dieser Art "Selbstständigkeit" erkennen musste. Ironischerweise lag das nicht zwingend am fehlenden Erfolg im Business, die wahren Gründe würden hier zu weit führen.

Nach Erfahrungsberichten anderer KMU´s (auch "Kleinunternehmer" genannt) musste ich vermehrt feststellen, dass ich viele Leidensgenossen hatte. Fähige Menschen aus dem Business, die an einer Stelle im Gründungsprozess, einen kleinen, aber entscheidenden Fehler begangen hatten, der nicht mehr zu korrigieren war. Dabei spielten die entsprechenden Banken, eine nicht sonderlich positive Rolle.

All dies hat mich bewogen, die Erlebnisse anderer - und natürlich auch sehr viele eigene - in einem Roman zu verarbeiten. Dieser Roman erschien im Frühjahr 2010 und hat den Titel:  „Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet“.

Ich schreibe dies hier nicht, um "Werbung" im klassischen Sinne zu machen. Es soll nicht anmaßend klingen, aber mein Verlag (Dumont Buchverlag, u.a. "Feuchtgebiete") hat glücklicherweise eine nicht zu unterschätzende Marketingkraft, die sicher ausreicht, um das Buch zufriedenstellend am Markt zu platzieren. Nein, es geht mir um eine Art Warnung, eine Mahnung zur Vorsicht, ... denn ein falscher Schritt im Prozess der Unternehmensgründung kann wirklich äußerst fatale Folgen haben. Daher wollte ich es gerade HIER vorstellen und darüber informieren.

Selbstverständlich möchte ich auch diversen Banken (sicher nicht alle) einmal vor Augen halten, das ihre arrogante Art und Weise bei Behandlungen von KMU´s, auch mal das Licht der Öffentlichkeit erblicken kann. Wenn nur EINE einzige Bank ihre Arbeitsweise im Bereich der Kreditvergabe und dem ganzen Drumherum überdenkt und verändert, wäre schon einiges erreicht. Leider habe ich diesbezüglich äußerst schlechte Erfahrungen gemacht ... und viele meiner Gesprächspartner aus dem Business ebenfalls.

Das Buch an sich ist aber nicht nur eine tumbe Anklage oder eine einseitige Schuldzuweisung (die eigenen Fehler werden nicht verschwiegen),  es soll auch Spaß machen dies zu lesen. Daher kommt, trotz allem, auch der Humor nicht zu kurz. Dafür sorgt sicher schon das Zwiegespräch in der rheinischen Eckkneipe, in der die Handlung des Buchs teilweise spielt.

Es liegt nun an Ihnen, ob Sie dieses Posting ausreichend interessant fanden, um weitere Informationen zum Roman erhalten zu wollen, dann googlen Sie im Netz unter dem Buchtitel. Da ich hier keinen direkten Link ohne Erlaubnis platzieren möchte, ist dies wohl der serösere Weg.

So oder so wünsche ich allen Unternehmensgründern und schon länger Selbständigen viel Erfolg!
« Letzte Änderung: 10.11.2010, 09:11:30 von Ralf F. »

Offline Ralf F.

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Kleiner Nachtrag: Der Journalist Holger Schmidt (SID) hat das Buch nun aus seiner Sicht bewertet, hier kann man seine Meinung einsehen: http://xlurl.de/r16SVs

Offline A.Hahn

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Mallzeit,

ich habe mir vor 2 Wochen das Buch gekauft, als ich diesen Beitrag lass. Der Beitrag hatte mich neugierig gemacht und ich beschloss dieses Buch zu kaufen. Und ich bin begeistert von dem Buch. Gestern Abend habe ich es fertig gelesen und ich muss sagen, es ist einfach zu lesen.

Vieles im Buch hat mich an meine Anfänge erinnert, die Geschichte mit dem Arbeitsamt und dem Fördergeld.... könnte glatt von mir die rede sein :D

Auch das gezeigt wird in was für einem Deutschland wir leben und alles theoretische Fassade ist, weil wenn man wirklich Probleme hat gibt es so viele Ämter bzw. Organisationen die dafür zuständig sind, jedoch im enddefekt nichts bringen und man auf sich alleine gestellt ist. Dies ist wirklich nur dafür da, dass wir in "Sicherheit" gewogen werden sollen und uns darauf verlassen, das uns jemand helfen wird, sollte es soweit kommen.

Fazit: Das Buch ist super geschrieben und der Dialog zwischen Ihm und seinem Freund in der Kneipe ist genau richtig. Es ist auch sehr spannend und man würde am liebsten das Buch gleich fertig lesen wollen. Vieles aus dem Buch ist wirklich auf viele Selbständige übertragbar, nicht unbedingt das es genau so ablaufen muss, jedoch dass es einem Selbständigen in Deutschland echt nicht einfach gemacht wird, sollte man selbst einen Fehler, oder die Bank in diesem Fall, am Anfang machen, wird man dieses Brandmal kaum wieder los. Ich kann’s jedem Selbständigen nur empfehlen und für 8,95€ ist es nicht die Welt.

Gruß aus Bayern
A. Hahn

Offline Ralf F.

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Mallzeit,

ich habe mir vor 2 Wochen das Buch gekauft, als ich diesen Beitrag lass. Der Beitrag hatte mich neugierig gemacht und ich beschloss dieses Buch zu kaufen. Und ich bin begeistert von dem Buch. Gestern Abend habe ich es fertig gelesen und ich muss sagen, es ist einfach zu lesen.

Vieles im Buch hat mich an meine Anfänge erinnert, die Geschichte mit dem Arbeitsamt und dem Fördergeld.... könnte glatt von mir die rede sein :D

Auch das gezeigt wird in was für einem Deutschland wir leben und alles theoretische Fassade ist, weil wenn man wirklich Probleme hat gibt es so viele Ämter bzw. Organisationen die dafür zuständig sind, jedoch im enddefekt nichts bringen und man auf sich alleine gestellt ist. Dies ist wirklich nur dafür da, dass wir in "Sicherheit" gewogen werden sollen und uns darauf verlassen, das uns jemand helfen wird, sollte es soweit kommen.

Fazit: Das Buch ist super geschrieben und der Dialog zwischen Ihm und seinem Freund in der Kneipe ist genau richtig. Es ist auch sehr spannend und man würde am liebsten das Buch gleich fertig lesen wollen. Vieles aus dem Buch ist wirklich auf viele Selbständige übertragbar, nicht unbedingt das es genau so ablaufen muss, jedoch dass es einem Selbständigen in Deutschland echt nicht einfach gemacht wird, sollte man selbst einen Fehler, oder die Bank in diesem Fall, am Anfang machen, wird man dieses Brandmal kaum wieder los. Ich kann’s jedem Selbständigen nur empfehlen und für 8,95€ ist es nicht die Welt.

Gruß aus Bayern
A. Hahn

@ A.Hahn
Vielen Dank für die Rezension des Buchs. Es freut mich, das Sie sich wiederfinden und bestätigen können, wie schwierig die Situation für Menschen ist, die sich selbständig machen wollen. Es wäre sicher schöner, wenn sich dies einmal ändern würde, viel Hoffnung habe ich da leider aber nicht.

Noch einmal vielen Dank!

PS: Nachdem ich zunächst eine Fortsetzung schreiben wollte, habe ich dieses Projekt zurückgestellt und schreibe gerade an einem Roman, der am Tage des Live-AID Konzerts des Jahres 1985 spielt. Ein ganz anderes Thema diesmal ... nur zur Info.

Offline Tino

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Was ist das denn für schlechte Werbung? 2 nagelneue Accounts finden sich hier ein, um über das Buch zu diskutieren? Hahahaha...

Offline Peer Wandiger

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Ähnlich wie bei Amazon, sollte man auch bei den Kundenrezensionen immer skeptisch sein und ggf. mal probelesen.

Leider werden heute auch im ganzen Web Kundenmeinungen massenhaft gefaked.

Ob das hier so ist kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Aber zumindest sollte man sich mal ein Probekapitel anschauen.

Offline mgrie

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Ich habe mir das Probekapitel mal durchgelesen, und Thema und Schreibstil gefallen mir. Ohne diesen Post, auch wenn gefakte, wäre ich nicht darauf gestossen. Ob ich es jetzt aber kaufe, weiß ich nocht nicht. Mals sehen.

Offline Ralf F.

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Was ist das denn für schlechte Werbung? 2 nagelneue Accounts finden sich hier ein, um über das Buch zu diskutieren? Hahahaha...


Als Mitarbeiter des Kölner Stadt-Anzeigers und des Lokalsenders Center TV habe ich andere Möglichkeiten, "Werbung" zu betreiben. Mir ging es darum, darauf hinzuweisen, das es dieses Buch gibt und das es der Thematik dieses Forums entspricht.

Schade, das dies hier von einem mißverstanden wird.

PS: Übrigens kann der Admin sicher schnell heraufinden, das es sich um zwei verschiedene IP Adressen handelt. Ich kenne Herrn Hahn nicht und habe auch niemanden damit beauftragt in meinem Sinne zu schreiben. Ich habe mich lediglich gefreut, das mein Buch auch in Bayern gelesen wird und mich höflich für die positive Reaktion bedankt!
« Letzte Änderung: 23.06.2011, 17:38:43 von Ralf F. »

Offline A.Hahn

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Was ist das denn für schlechte Werbung? 2 nagelneue Accounts finden sich hier ein, um über das Buch zu diskutieren? Hahahaha...

@Tino:
Natürlich erweckt es den Eindruck, bei 2 frischen Accounts, das es sich um Werbung handeln könnte, jedoch war ich, wie schon geschrieben, von dem Buch begeistert und wollte halt mich dazu äußern. Nur das ich im Forum zurzeit keine weiteren Beiträge schreibe, bzw. kommentiere muss ich ja kein "Faker" sein. Ich bin eher einer der gerne Beiträge list (vor allem den SiN-Blog) und nicht immer zwangsläufig meine Meinung zu jedem Beitrag geben muss.

Ich wollte nur anderen Selbständigen, das Buch empfehlen! Es wird zurzeit ehh immer schlimmer, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen, wird bekäpft wo es nur geht, ob jetzt mit irgendwelche bescheuerten Klagen, oder Preisdumping..... okey ich weich vom Thema ab.

Wie gesagt ich bin kein "Faker" und kenne den Autor nicht und wurde in keinster Weise vom Autor angeheuert, aber Sie können gerne bei Ihrer Meinung bleiben. Wenigstens hat sich der Autor darüber gefreut, dass sein Buch doch bei dem einem, oder anderen angekommen ist.

Gruß
A. Hahn

Offline Brasileiro

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Also ich denke wer ein Unternehmen gründet und damit gleich ne Bank dazu braucht oder mit anderen Worten Schulden macht um sich selbständig zu machen, beginnt die Sache schon mal komplett falsch.

Man sollte von unten anfangen und wenn dann nur mit Eigenkapital.

Ich habe kein Mitleid mit den Leuten die sich einfach in Schulden stürzen nur weil sie der Meinung sind das ihr Ding funktionieren muss, etc... selber schuld, wenn dann die Probleme überhand nehmen.

Ein Kredit hat nur dann Sinn wenn ich zumindest den gleichen Wert in realen Gütern habe, sodass wenn wirklich etwas schief geht ich am Ende noch gut aussteige ohne dann mit Schulden da zu stehen, ja dann ist ein Kredit akzeptabel da die Risken richtig abgeschätzt wurden. Alles ander ist meiner Meinung nach nur reines Glücksspiel.
Der etwas andere Blog. Experimentiert.com Ich lade alle Blogger ein mit mir zu experimentieren.

Offline A.Hahn

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Ein Kredit hat nur dann Sinn wenn ich zumindest den gleichen Wert in realen Gütern habe, sodass wenn wirklich etwas schief geht ich am Ende noch gut aussteige ohne dann mit Schulden da zu stehen, ja dann ist ein Kredit akzeptabel da die Risken richtig abgeschätzt wurden. Alles ander ist meiner Meinung nach nur reines Glücksspiel.

Genau so habe ich auch gedacht und auch im enddefekt umgesetzt. Betreiber jetzt seit schon 3 Jahren einen Online-Shop im Bereich Textilien und könnte zu jeder Zeit aufhören, wenn ich merke das es nicht mehr geht. Verlust würde sich dem nach auf ein paar tausend Euro rechnen, bezüglich Design, Logo,... usw. Dies könnte man natürlich auch komplett verkaufen um den Verlust noch niedriger zu halten. Ich hatte zwar mein eigenes Startkapital, jedoch war dies nicht ausreichend, da die Auswahl zu gering wäre. Mit einem Online-Shop im Bereich Textilien sollte man schon mit ca. 1.000 verschiedenen Artikeln anfangen, damit man auch genug Content für Google und Co. hat.

Kleiner Rat: Man sollte vll. nicht gleich komplett in die volle Selbstständigkeit treten, sondern neben bei noch irgendwo andere Einnahmen haben, um die Lebenskosten damit wenigstens zu sichern. Man hat dann vll. weniger Zeit für die Selbstständigkeit, aber es ist dann sorgenfreier und man arbeitet für seine Selbstständigkeit nicht unter Druck.

Gruß
A. Hahn


Offline Ralf F.

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Also ich denke wer ein Unternehmen gründet und damit gleich ne Bank dazu braucht oder mit anderen Worten Schulden macht um sich selbständig zu machen, beginnt die Sache schon mal komplett falsch.

Man sollte von unten anfangen und wenn dann nur mit Eigenkapital.

Ich habe kein Mitleid mit den Leuten die sich einfach in Schulden stürzen nur weil sie der Meinung sind das ihr Ding funktionieren muss, etc... selber schuld, wenn dann die Probleme überhand nehmen.

Ein Kredit hat nur dann Sinn wenn ich zumindest den gleichen Wert in realen Gütern habe, sodass wenn wirklich etwas schief geht ich am Ende noch gut aussteige ohne dann mit Schulden da zu stehen, ja dann ist ein Kredit akzeptabel da die Risken richtig abgeschätzt wurden. Alles ander ist meiner Meinung nach nur reines Glücksspiel.

Das alles kann man nur unterstreichen. Lieber sich von Oma Agathe Geld leihen oder eben erst einmal "klein" bleiben und warten, bis das Business die Mittel hergibt, die man zur Expansion benötigt. Dies wird auch im Roman thematisiert und stellt die Lehre dar, man kann das Buch somit auch als Warnung verstehen. Ebenso als Empfehlung, genau so nicht vorzugehen, wie es der Protagonist getan hat!

Dennoch gibt es den Banken noch lange nicht das Recht, Willkür auszuüben und durch Dummheit, Ignoranz und Mißmanagement Existenzen zu vernichten. Im vorliegenden Fall wurde kein Geld verbraten, die Bank hat "nur" die selbst empfohlene Vorgehensweise nicht eingehalten, damit fiel die Finanzierung in sich zusammen und das junge (gut laufende) Unternehmen wurde quasi völlig sinnfrei liquidiert. Da nach meinen Recherchen leider viele Banken undurchsichtig und willkürlich handeln, wurde es Zeit, dies öffentlich zu machen!

 


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