Autor Thema: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?  (Gelesen 1897 mal)

Offline Marco73

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Geht es euch manchmal auch so, dass euch die Arbeit als Affiliate frustriert?
Ein paar Beispiele:

Negative Kommission:
Ich werbe einen Pokerspieler, der auch mal im online Casino zockt. Glück für ihn, denn er gewinnt viel Geld. Pech für mich, weil ich 30% seines Gewinns (was ein Verlust für den Pokerraum ist) selbst tragen muss. Pech, dass das gleich mehrere Monatsumsätze bei diesem Pokerraum ausmacht.

Änderung der AGB:
Wieder aus dem Bereich Poker, aber das gibt es sicher auch andernorts.
- Es wird einem Lifetime 25% Revenue Share versprochen. Plötzlich ändern sich die AGBs, und der Account wird geschlossen, weil man nicht ein Mindestvolumen bringt, ohne Entschädigung für die bisher geworbenen Spieler.
- Eine Sportwetten-Seite erlaubt plötzlich nur noch Auszahlungen, wenn man pro Monat mindestens 10 neue Zocker wirbt.
- Eine Pokerseite, die eh schon nur tiefe 20% Revenue Share bezahlt, ändert die AGB für Affiliates, sodass neu diverse Gebühren (intransparent) abgezogen werden. Resultat: Der Revenue Share beträgt nur noch 5-10%

Einstellung des Partnerprogramms:
Das ist mir schon mehrmals passiert. Ein ziemlicher No-Name kontaktiert mich, und bittet mich, deren Marke als Affiliate zu bewerben. Ich werde schwach, denke "ist zwar klein, dafür ist die Konkurrenz auch klein" und investiere einen Tag in einen Test der Seite. 6 Wochen später kommt ein E-Mail: Unser Partnerprogramm ist eingestellt, bitte entfernen Sie die Links in den nächsten 24 Stunden"

Ich will hier nicht Frust abbauen, denn das obige ist alles schon vor längerem passiert, sodass ich drüber weg bin. Aber oft ist es halt so, dass man als kleiner Affiliate am sehr viel kürzeren Hebel ist, was ebenso frustrierend sein kann wie wenn man als Angestellter einen Chef hat, der einem Dinge verbietet, die man gerne umsetzen würde.

Wie geht es euch und wie geht ihr damit um?

Offline DaDa

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #1 am: 24.08.2011, 23:36:33 »
Ja. Vor allem die großen Advertiser können sich einiges leisten, ohne Konsequenzen.

Das PP des Reiseportals Exp[....] läuft ausgezeichnet, allerdings muss man sich täglich die Statistiken ansehen und bei Einbrüchen sofort alle Werbemittel prüfen und gegebenenfalls austauschen. Die leisten sich schon seit Jahren regelmäßig die größten Knaller (Ausfälle von Werbemitteln, tote Affiliate-Links, Abschaffung von Werbemitteln ohne vorige Warnung), bzw. die Agentur, an die das PP outgesourced war oder ist. Quis[..], eine Agentur aus München, offensichtlich der letzte Affenstall. Support gab es nicht, keine Antwort auf E-Mails und keiner ans Telefon zu bekommen, nie. Irgendwann gab es einen großen Knall und jetzt gibt es etwas weniger Probleme und etwas mehr Support. Ich hätte mich vor Jahren schon davon verabschiedet, aber ich bin drauf angewiesen weil nichts sonst so gut läuft!

Aber auch die anderen bauen Mist.

Inzwischen hab ich mit ziemlich vielen Advertisern zu tun (Rabatt-Portal)... und ich möchte nicht wissen, wie viele Provisionen nicht gutgeschrieben werden (da gibt es ellenlange Diskussionen in anderen Foren). Aber es kommen halt welche.

Technisch gibt es ja auch einiges zu bemängeln, aber das sprengt mir jetzt den Rahmen...

Offline Brasileiro

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #2 am: 27.08.2011, 14:10:28 »
Ich habe damit Null Probleme da ich auf die Nummer eins setze, auf Adsense.
Jeder Klick wird bezahlt und damit verdiene ich immer mit, habe Null Probleme, keine Arbeit mit ständigen Wechsel von Partnerprogrammen oder Werbemitteln und fahre dadurch um einiges besser.
Zeit ist eben Geld.

Früher hatte ich auch mal diverse Partnerprogramme, aber das ist mir zu mühsam, ausserdem sehe ich es nicht ein das man seinem Geld hinterherlaufen soll, darum setzt ich bereits seit Jahren erfolgreich auf Adsense.
Der etwas andere Blog. Experimentiert.com Ich lade alle Blogger ein mit mir zu experimentieren.

Offline Peer Wandiger

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #3 am: 29.08.2011, 08:19:02 »
Wobei ich nie bei einem Partnerprogramm mitmachen würde, bei dem ich ggf. für die Gewinne eines geworbenen Kunden aufkommen muss. Jetzt mal ehrlich, wer da mitmacht, brauch sich dann auch nicht zu beschweren.

Aber insgesamt kann ich das schon nachvollziehen. Ich habe sehr viele Partnerprogramme getestet und leider sind nur die wenigsten wirklich so profitabel, stabil und langfristig, dass es sich auf Dauer lohnt.

Aber da muss man sicher auch diese Erfahrungen machen und viel Testen, bevor man dann die richtigen PP findet.

Allein auf AdSense würde ich nicht setzen. Es ist sicher sehr bequem und funktioniert bei den richtigen Themen und gutem Traffic auch recht gut. Aber das Risiko dort raus zu fliegen ist eben immer gegeben. Und mit dem richtigen PP verdient man auch mehr als mit AdSense.

Offline Marco73

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #4 am: 29.08.2011, 13:48:08 »
Ich seh Adsense auch nur als Ergänzung respektive für Seiten, die kaum mit Partnerprogrammen zu monetarisieren sind.
Aber ich geb Brasileiro absolut recht, wenn das mal aufgesetzt ist läuft es von alleine und die Auszahlungen klappen auch. Denke auch nicht, man dort betrogen wird, im Gegensatz zu anderen Partnerprogrammen. Gerade solche, die über den Webseiten-Betreiber direkt laufen, haben einiges an Potenzial für ungerechtfertigte Stornierungen oder nicht-zählungen. Ein aktuelles Beispiel: Ein online Broker zahlt 3 Monate lang Provisionen für geworbene Trader. Die nächsten 3 Monate ist der Traffic doppelt so gross (auch doppelt so viele Registrierungen), aber angeblich erfüllt keiner der geworbenen Kunden die Bedingungen für einen CPA. Die verschwinden jetzt trotz guter Erfahrungen von der Startseite...

Offline DaDa

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #5 am: 30.08.2011, 00:48:54 »
Wie immer kommt es auf das Thema und die Einbindung an. Einnahmen aktuell bei mir im Reisebereich: 70% PP (überwiegend Links und Formulare auf Buchungsseiten) / 30% AdSense (überwiegend im/am Content), das gilt auch für einzelne Seiten.

Offline Hochzeitsportal24

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #6 am: 30.08.2011, 06:19:38 »
Auch wenn AdSense super ist und gute Einnahmen bringt, sind die AGB von AdSense auch nicht so simpel. Die können auch den Account schließen, ohne einen Grund zu nennen. Kommt anscheinend ja auch öfters vor.

Offline eric78

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #7 am: 30.08.2011, 09:01:25 »
Man muss als Affiliate eben bedenken, dass man in der freien Wirtschaft tätig ist und nicht im öffentlichen Dienst oder gar noch verbeamtet ist. Daraus ergeben sich natürlich mehr Unsicherheiten.

Auf der anderen Seite, kann man sich die Arbeit selbst einteilen und muss nicht die "Befehle" der Vollpfosten-Chefs oder Abteilungsleiter umsetzen. Es hat eben, wie immer, alles seine Vor- und Nachteile.

Bis jetzt habe ich nur gute Erfahrungen gemacht als Affiliate, aber ich setze auch nur große und bekannte Firmen ein.

Offline Marco73

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #8 am: 01.09.2011, 06:24:04 »
Also ich liebe meinen Job als selbständiger Affiliate auch und könnte es mir nicht mehr vorstellen, als Angestellter zu arbeiten.
Aber hier ein weiteres Beispiel, das einfach Arbeit bringt, ohne mir mehr Besucher zu bringen. Ich nutze Adwords. Nun wurde eine Domain von mir gesperrt - es fehlten Hinweise zum Datenschutz. Die Adwords-Mitarbeiter waren extrem freundlich. Dennoch muss ich nun auf meiner Wordpress Seite sogar bei den Kommentar-Feldern direkt neben dem "senden" Button einen Link auf die Datenschutz-Bestimmungen einfügen. Ich mache das, weil ich noch lange im Business blieben will und weil Adwords wichtig ist für mich, aber war einiges an Aufwand.
Deswegen finde ich es auch etwas gefährlich, nur auf Adsense zu setzen. Niemand kann garantieren, dass solche Anforderungen irgendwann auch für Adsense gelten - mit dem entsprechenden Umsetzungsaufwand.

Offline DaDa

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #9 am: 07.09.2011, 18:30:46 »
Exp[....] ist mal wieder gut drauf... grad davon gesprochen und schon ist es wieder soweit. Aber das ist man ja gewohnt.

Älter, aber sehr lesenswert für einen groben Überblick über das grauenvolle PP: http://www.ayom.com/topic-34655.html
« Letzte Änderung: 07.09.2011, 18:33:50 von DaDa »

Offline CurtisJohnson

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #10 am: 10.01.2012, 04:07:18 »
Es hat so seine Vor und Nachteile Affiliate zu sein. Ich bewerbe zurzeit viele Clickbankprodukte, die ganz gut laufen, aber man eben nur ein kleines Stück von dem Kuchen abbekommt und man keinen Einfluss auf die Gestaltung und so weiter hat. Ich denke mir immer wenn diese Produkte mir gehören würden, könnte ich mit Sicherheit das 5 Fache verdienen.

Obwohl es heißt dass es aufwendig ist ein eigenes Produkt zu erstellen, denke ich dass man im Endeffekt nicht so hart schuften muss und mehr davon hat. Da hat man eben seine Affiliates die das Produkt für einem bewerben.

Nur leider hab ich noch keine Idee für ein eigenes Produkt, deshalb heisst es daweil noch schuften als Affiliate :)
Deine Anleitung für wahren Erfolg - Ändere deine Glaubenssätze zu Geld und materiellen Dingen
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22 jähriger Ex Fliessbandarbeiter verdient über 10.00 Euro im Monat mit Affiliate Marketing:
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Offline Affistoteles

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Re: Seid ihr es manchmal auch satt, Affiliate zu sein?
« Antwort #11 am: 12.01.2012, 23:44:01 »
Im Affiliate Marketing läuft einiges Schief... Das ist auch meine Erfahrung.

Es gibt einige Agenturen die offensichtlich betrügen ohne bislang Konsequenzen spüren zu müssen. Ich möchte hier keine Namen nennen aber ich kenne 3 Agenturen bei denen das rasieren der Affiliates zum guten Ton gehört.

Auch bei den Netzwerken gibt es zwei sehr große die sehr zu ungunsten der Affiliates entscheiden, warum ist klar. Die Merchants bringen denen die Kohle aber dabei vergessen die wohl das Sie ohne ihre Affiliates nur ein feuchter Furz wären.

Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht wissen wieviele Affiliates bescheissen, zumindest bei PPL, PPC und Co. dürfte viel Unfug getrieben werden, was ich genauso wenig gutheisse wie den Beschiss der Affiliates von Seiten der Agenturen, Netzwerke und Betreiber.

Letztenendes sollten wir doch alle zusammenhalten, schließlich sind wir aufeinander angewiesen.

Ich bin dabei dem Affiliate Marketing den Rücken zu kehren und konzentriere mich derzeit auf andere Möglichkeiten online Geld zu verdienen. Wobei ich keinesfalls sagen möchte das Affiliate Marketing schlecht ist, es ist immer noch eine gute Möglichkeit Geld zu machen und wenn die schwarzen Schafe irgendwann aussterben auch eine ehrliche Branche.

 


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